ESC-Eklat in Wien: Was TV-Kameras bei Israels Auftritt nicht zeigten
Beim ersten Semifinale des Eurovision Song Contest 2026 in der Wiener Stadthalle ist es zu einer Protestaktion gekommen. Im Fokus stand der Auftritt des israelischen Künstlers Noam Bettan.
Zwischenrufe live im TV hörbar
Bereits während der Live-Übertragung war laut ORF und European Broadcasting Union (EBU) ein Zuschauer zu hören, der lautstark "Stoppt den Völkermord" rief. Der Zwischenruf erfolgte zu Beginn sowie während des Songs.
Wie ORF und EBU bestätigten, handelte es sich nicht um einen Einzelfall. Insgesamt vier Personen wurden aufgrund "störenden Verhaltens" von Sicherheitskräften aus der Halle entfernt.
Vier Personen aus Stadthalle eskortiert
Laut offiziellem Statement wurde die Person in der Nähe eines Mikrofons zunächst verwarnt, anschließend jedoch aus dem Publikum gebracht, da sie weiterhin den Ablauf störte. Drei weitere Zuschauer wurden ebenfalls aus der Arena eskortiert.
In sozialen Netzwerken verbreiteten sich kurz darauf Videos aus der Halle. Darauf ist unter anderem ein Mann mit nacktem Oberkörper zu sehen, auf dessen Rücken "Palestine" geschrieben steht, während er von Sicherheitskräften hinausgeführt wird.
Weitere Protestaktionen im Publikum
Neben den Zwischenrufen kam es laut Berichten aus dem Publikum zu weiteren stillen Protestformen. Mehrere Zuschauer drehten dem israelischen Sänger demonstrativ den Rücken zu. Zudem wurden vereinzelte Buhrufe sowie ausbleibender Applaus nach dem Auftritt beschrieben.
Israel steht trotz Protesten im Finale
Ungeachtet der Vorfälle konnte sich Noam Bettan mit seinem Song "Michelle" für das ESC-Finale qualifizieren. Dieses findet am Samstag, 16.5.2026, ebenfalls in Wien statt.
(Red.)