Facebook: Österreichiche Behörden stellen mehr Anfragen

Die Behörden wollen immer öfter wissen, wer sich hinter dem Facebook-Profil verbirgt.
Die Behörden wollen immer öfter wissen, wer sich hinter dem Facebook-Profil verbirgt. ©AP
Facebook hat im ersten Halbjahr 2014 weltweit 34.946 Anfragen von Behörden auf Herausgabe von Nutzerdaten erhalten. Das ist ein Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2013.

Das teilte Facebook im Blogeintrag zur Veröffentlichung seines Transparenz-Reports am späten Dienstag mit. Im gleichen Zeitraum stieg demnach die Zahl der Inhalte, die auf Wunsch der Behörden aus dem Netz genommen wurden, um 19 Prozent.

Mehr Anfragen aus Österreich

Die österreichischen Behörden haben im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 63 Anfragen zu 84 Nutzern an Facebook gerichtet. Dies erklärte Karl-Heinz Grundböck, der Sprecher des Innenministeriums, am Mittwoch im Ö1-Mittagsjournal. Davon wurden lediglich bei 17,46 Prozent der Nutzer Daten von Facebook ausgegeben.

Im zweiten Halbjahr 2013 hatte es lediglich 28 Anfragen zu 32 Nutzern aus Österreich gegeben. (zum Facebook Transparenz-Report für Österreich)

Terror ist ein Grund

Das Internet werde für die Sicherheitsbehörden immer wichtiger, um verbotene Aktivitäten zu recherchieren. “Facebook ist die Plattform, die relevant ist” um bei der “Aufklärung von jihadistischen Aktivitäten” zu helfen, so Grundböck.

15 Fälle von Wiederbetätigung

Doch nicht nur für jihadistische Organisationen wie den “Islamischen Staat” (IS) sei Facebook ein wichtiges Propaganda-Werkzeug. Auch bei der Aufklärung von nationalsozialistischer Wiederbetätigung würden die Behörden den Kontakt zu Facebook suchen. Laut Facebook wurden im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 15 Seiten wegen Leugnung des Holocaust nur eingeschränkt gezeigt. In der zweiten Hälfte 2013 (Juli – Dezember) waren es noch 78.

Auch Google veröffentlicht seit geraumer Zeit regelmäßig Daten darüber, wie oft welche Behörden weltweit an welchen Daten interessiert sind. Der Kurznachrichtendienst Twitter hatte zuletzt gegen die US-Regierung geklagt. Für eine bessere Transparenz für seine Nutzer will der Dienst mehr Details zu den Anfragen in seinem Transparenz-Report veröffentlichen, als bislang von den Behörden erlaubt. (red/APA)

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