Fehlender Schutz und keine Beleuchtung: Vorarlbergs Bushaltestellen im Fahrgast-Check
Nach drei Wochen zieht der Verkehrsklub Österreich (VCÖ) eine erste Zwischenbilanz seiner Initiative "Haltestellen im Fahrgast-Check". In Vorarlberg wurden bislang 248 Bushaltestellen in 51 Gemeinden gemeldet, bei denen Fahrgäste auf Mängel hinweisen.
Am häufigsten wird fehlender Witterungsschutz genannt – bei 60 Prozent der gemeldeten Haltestellen. Ebenfalls häufig kritisiert: fehlende Sitzmöglichkeiten (46 Prozent) sowie mangelnde Beschattung (36 Prozent).
Sicherheitsprobleme beim Zugang
Neben der Ausstattung rückt auch die Verkehrssicherheit in den Fokus. Laut den Rückmeldungen empfinden Fahrgäste bei jeder dritten gemeldeten Haltestelle (33 Prozent) die Straßenquerung als nicht sicher. Bei 20 Prozent fehlt zudem ein Gehsteig oder Gehweg zur Haltestelle.
"Mit Bussen sind viele Schülerinnen und Schüler sowie ältere Menschen unterwegs. Umso wichtiger ist es, dass es sichere Straßenübergänge zur Haltestelle gibt", sagte VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Gerade bei Haltestellen an Freilandstraßen seien niedrigere Tempolimits sowie Querungshilfen wie Mittelinseln entscheidend für die Sicherheit.
Weitere häufige Kritikpunkte
Auch andere Mängel werden regelmäßig genannt:
- Fehlende Radabstellplätze: 28 Prozent
- Fehlende Beleuchtung: 28 Prozent
- Mangelhafte Fahrgastinformation: 23 Prozent
- Fehlende Barrierefreiheit: 9 Prozent
Mehrere Probleme konnten pro Haltestelle angegeben werden.
Initiative läuft noch bis Ende April
"Die zahlreichen Meldungen zeigen, wie wichtig sichere und gute Haltestellen für die Fahrgäste sind", informierte Schenk. Busfahrgäste würden einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Verkehrs leisten, daher dürften Haltestellen nicht vernachlässigt werden. Meldungen sind noch bis 30. April über die Plattform https://map.vcoe.at möglich. Der VCÖ sammelt die Hinweise und leitet sie an die zuständigen Stellen weiter, um gezielte Verbesserungen anzustoßen.
(VOL.AT)