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Fette Larven im Garten: So bekämpfen Sie Engerlinge richtig

Eklige Larven im Erdreich: Engerlinge können Pflanzen massiv schädigen.
Eklige Larven im Erdreich: Engerlinge können Pflanzen massiv schädigen.
Engerlinge können Pflanzen erheblich schädigen, wenn sie lebende Wurzeln fressen. Wie man sie erkennt, vorbeugt und mit einfachen Hausmitteln bekämpft, zeigt ein Überblick.

Unsichtbare Gefahr im Beet

Wer im Garten gräbt oder Pflanzen umtopft, stößt früher oder später auf sie: dicke, gekrümmte Larven – sogenannte Engerlinge. Dabei handelt es sich um die Larven verschiedener Blatthornkäfer, etwa des Mai-, Juni- oder Gartenlaubkäfers. Auch Rosen- oder Nashornkäfer gehören dazu.

Nicht jeder Fund ist gleich ein Problem. Denn solange sich Engerlinge von abgestorbenen Pflanzenteilen ernähren, sind sie sogar nützlich für den Boden. Kritisch wird es erst, wenn sie lebende Wurzeln anfressen – dann können Pflanzen eingehen.

Typisch sind ihr heller Körper, sechs kleine Brustbeine und eine Länge von bis zu sechs Zentimetern.

Vorbeugen statt bekämpfen

Wer früh handelt, erspart sich später viel Aufwand. Einige einfache Maßnahmen helfen, einen Befall von vornherein zu vermeiden:

  • Künstliche Lichtquellen im Garten reduzieren, da sie Käfer anziehen
  • Boden regelmäßig lockern
  • Wurzelschutzgitter einsetzen
  • Pflanzen wie Knoblauch, Geranien oder Rittersporn setzen – deren Wurzeln wirken abschreckend
  • Kaffeesatz verwenden: Getrocknet auf Beete streuen oder ins Gießwasser geben

Gerade Kaffeesatz gilt als bewährtes Hausmittel, da sein Geruch und das enthaltene Koffein die Larven fernhalten können.

Natürliche Methoden gegen Engerlinge

Ist der Garten bereits befallen, lässt sich auch ohne Chemie gegensteuern. Eine zentrale Rolle spielen dabei natürliche Feinde: Igel, Vögel, Maulwürfe, Marder oder Laufkäfer helfen, die Population zu reduzieren. Wer ihnen Lebensraum bietet, unterstützt die biologische Kontrolle.

Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Nematoden – winzige Fadenwürmer. Sie werden mit Wasser vermischt und über die betroffenen Flächen gegossen. Die Nematoden dringen in die Larven ein und bekämpfen sie gezielt.

Auch einfache Fallen können helfen: Mit Pferdemist oder Kompost gefüllte Gruben ziehen Engerlinge an. Dort lassen sie sich später leichter absammeln und entfernen.

Frühes Handeln zahlt sich aus

Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt. Wer Engerlinge früh entdeckt, kann gezielt eingreifen und größeren Schaden verhindern. Regelmäßige Kontrolle der Beete gehört daher zu den wichtigsten Maßnahmen im Garten.

(VOL.AT)

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