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Feuer im eigenen Haus: Wie Kameraden aus Vorarlberg eine Allgäuer Wehr retteten

Strobel/VOL.AT
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Ein Brand im eigenen Feuerwehrhaus hat die Freiwillige Feuerwehr Simmerberg im September vorübergehend lahmgelegt. Hilfe kam schnell – auch aus Vorarlberg.

Als im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg im September ein Brand ausbricht, wird ausgerechnet die Feuerwehr selbst zum Notfall. Einsatzfahrzeuge werden zerstört, die eigene Einsatzfähigkeit geht verloren.

Video: Wie die Wehr diese Situation erlebt hat – und wer schließlich geholfen hat –, schildert Christian Rädler, 1. Kommandant der Feuerwehr Simmerberg.

Großbrand im eigenen Feuerwehrhaus

Ausgerechnet das eigene Feuerwehrhaus wurde am 1. September zum Einsatzort der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg im Landkreis Lindau. Eines der Einsatzfahrzeuge geriet in der Halle in Vollbrand. Als die eigenen Kräfte eintrafen, war ein Eingreifen nicht mehr möglich.

Erst die rasch alarmierten Feuerwehren aus den umliegenden Orten brachten den Brand unter Kontrolle. Ein Einsatzfahrzeug wurde vollständig zerstört, ein weiteres durch Hitze und Rauch so stark beschädigt, dass es nicht mehr einsatzfähig ist. Auch das Feuerwehrhaus selbst wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr Simmerberg war vorübergehend nicht mehr einsatzbereit.

Hilfe aus Vorarlberg

Nach dem Brand setzte eine große Welle der Unterstützung ein. Zwischen 15 und 20 Einsatzfahrzeuge wurden angeboten – aus der Region, aus ganz Deutschland und auch aus Vorarlberg. Nach mehreren Gesprächen und Besichtigungen entschied sich die Feuerwehr Simmerberg für zwei Fahrzeuge der Feuerwehren Rankweil und Lauterach.

Die Feuerwehr Rankweil erscheint mit erstaunlicher Mannschaftsstärke zum Übergabetreffen in Simmerberg. ©Strobel/VOL.AT
Die beiden "neuen" Fahrzeuge aus Vorarlberg für Simmerberg. ©Strobel/VOL.AT

"Die beiden Fahrzeuge haben uns zugesagt, und wir haben gesagt: Mit denen können wir arbeiten", so Rädler. Enge Kontakte zu den beiden Wehren habe es zuvor kaum gegeben. Umso größer sei die Dankbarkeit für die Unterstützung.

Zusammenhalt über Grenzen hinweg

Die Übergabe der beiden Einsatzfahrzeuge fand am Montagabend in Simmerberg statt. Gefeiert wurde dort, wo die Feuerwehr derzeit untergebracht ist: in einem provisorischen Zelt auf dem Gelände der Aktienbrauerei Simmerberg. Das Feuerwehrhaus selbst ist nach dem Brand weiterhin nicht nutzbar.

Im provisorischen Zelt gab es ein nettes Zusammenkommen der Wehren. ©Strobel/VOL.AT

Zur Übergabe kamen zahlreiche Feuerwehrmitglieder aus Simmerberg, Rankweil und Lauterach – mit beachtlicher Mannschaftsstärke. Auch politische Vertreter waren vor Ort. Rankweils Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall fuhr mit einem der Fahrzeuge aus Vorarlberg nach Simmerberg. Simmerbergs Bürgermeister Tobias Paintner nahm ebenfalls an der Übergabe teil. Es gab Worte des Dankes und viele Gespräche unter Kameraden.

Tobias Paintner, Katharina Wöß-Krall und der 1. Kommandant der Feuerwehr Rankweil, Markus Mayr ©Strobel/VOL

"Eine große Familie"

Für Kommandant Christian Rädler war der Abend mehr als ein formeller Akt. "Die Feuerwehr ist eine große Familie. Egal ob Bayern oder Vorarlberg – Ländergrenzen spielen überhaupt keine Rolle. Man hilft zusammen", sagt er.

Mit den beiden Fahrzeugen aus Vorarlberg ist die Feuerwehr Simmerberg nun wieder einsatzbereit – wenn auch vorerst aus einem provisorischen Feuerwehrhaus.

(VOL.AT)

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