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FIFA weist Vorwürfe um umstrittenes England-Tor zurück

©APA/Getty Images via AFP/GETTY IMAGES/JUSTIN SETTERFIELD

Nach dem umstrittenen Ausgleichstreffer Englands im WM-Viertelfinale gegen Norwegen hat die FIFA Vorwürfe zurückgewiesen, der Ball habe zuvor ein Spidercam-Kabel berührt. Nach Angaben des Weltverbands gebe es dafür keine Hinweise.

Diskussion um Ausgleichstreffer

Der Ausgleichstreffer von Jude Bellingham im WM-Viertelfinale zwischen England und Norwegen sorgt weiter für Diskussionen. Norwegens Spieler und Betreuer vermuteten, dass der Ball unmittelbar vor dem Tor ein Kabel der sogenannten Spidercam berührt und dadurch seine Flugbahn verändert habe.

Hätte der Ball tatsächlich das Kameraseil berührt, hätte das Spiel nach den Regeln unterbrochen werden müssen. Der Treffer hätte in diesem Fall nicht zählen dürfen.

FIFA sieht keine Hinweise

Die FIFA widersprach dieser Darstellung am Sonntag in einer Mitteilung auf der Plattform X. Demnach habe der Sensor im sogenannten „Connected Ball“ vor dem Tor in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit keinen Ausschlag registriert, der auf einen Kontakt mit einem Hindernis hindeute.

„Vor dem Tor Englands in der 45+2. Minute gegen Norwegen zeigte der Sensor im 'Connected Ball' keinen Anstieg des 'Herzschlags des Balls', als dieser sich in der Luft befand, und somit gab es keinen Hinweis darauf, dass der Ball die Oberleitung berührt und dadurch seine Flugbahn verändert hätte“, erklärte der Weltverband.

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Auch in einer Stellungnahme gegenüber der ARD-„Sportschau“ bekräftigte die FIFA ihre Sichtweise. Die Annahme, wackelnde Fernsehbilder würden einen Kontakt mit dem Spidercam-Kabel belegen, wies der Verband zurück. Auf den Aufnahmen sei zu erkennen, dass sich die Kamera nicht bewegt habe.

Norwegen protestierte

Die Szene ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Nach einem Abschlag von Norwegens Torhüter Orjan Nyland gelangte der Ball über Elliot Anderson und Anthony Gordon zu Jude Bellingham, der zum 1:1 traf.

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Unmittelbar nach dem Treffer protestierten mehrere norwegische Spieler, darunter Nyland und Erling Haaland. Auch Teamchef Ståle Solbakken suchte zur Pause das Gespräch mit Schiedsrichter Clément Turpin. „Ich selbst habe es nicht gesehen, dass das Kabel berührt wurde, aber unsere Bank reagierte sofort. Es ist eigentlich eine klare Sache“, sagte Solbakken anschließend.

Der Videoschiedsrichter überprüfte die Szene, das Tor blieb jedoch bestehen. England setzte sich schließlich nach Verlängerung mit 2:1 durch und zog ins Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft ein.

(VOL.AT)

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