Flughafen Altenrhein wird zur WEF-Drehscheibe trotz Nebelgefahr
Während des Weltwirtschaftsforums verwandelt sich der regional bedeutsame Flugplatz Altenrhein in eine internationale Drehscheibe. Bis zu 80 Flugbewegungen waren für die Veranstaltungszeit geplant, was einem Rekordwert entspricht. Die Fluglotsen im Tower überwachen dabei Starts und Landungen im Zehn-Minuten-Rhythmus.
Bedeutender Wirtschaftsfaktor für den Betrieb
Thomas Krutzler von der Peoples Air Group betont die kommerzielle Bedeutung dieser wenigen Tage. Der Umsatz während der WEF-Woche macht zwischen fünf und sieben Prozent des Jahresumsatzes der Betreibergesellschaft aus. Pro Flugbewegung entstehen Einnahmen zwischen 2000 und 3000 Euro durch verschiedene Gebühren.
Nebel als wiederkehrendes Problem
Der hartnäckige Nebel im Rheintal erschwert auch in diesem Jahr den Flugbetrieb erheblich. Piloten müssen in letzter Sekunde entscheiden, ob sie landen oder zu Ausweichflughäfen wie Friedrichshafen oder Memmingen weiterfliegen. Diese Umleitung bedeutet entgangene Einnahmen für Altenrhein.
Existenzbedrohende Herausforderungen
Die Schweizer Bundesregierung erwägt Kürzungen bei den Zuschüssen für die Flugsicherung kleinerer Flugplätze. Krutzler warnt vor existenzbedrohenden Folgen für den Standort, sollten diese Maßnahmen umgesetzt werden. Eine Entscheidung wird Ende März erwartet.
Strukturwandel im Geschäftsflugverkehr
Die Geschäftsflüge nach Wien haben ihr Vor-Corona-Niveau nicht wieder erreicht. Homeoffice und Videokonferenzen haben die Nachfrage nach Geschäftsreisen dauerhaft reduziert. Gleichzeitig ist die Ferienfliegerei auf 50 Prozent des Umsatzes angewachsen und kompensiert teilweise die Verluste. Interessant ist dabei, dass die Hauptsaison in der Nebensaison liegt, da vielen Reisenden die Sommerhitze in den Zielgebieten zu intensiv ist.
(VOL.AT)