Flugunfall am Bodensee: Ultraleichtflugzeug überschlägt sich bei Landung
Dramatische Landung auf Graspiste
Es ist kurz nach 8 Uhr morgens, als sich auf dem Segelfluggelände in Markdorf (Bodenseekreis) ein Unfall ereignet, der glimpflicher ausgeht, als zunächst befürchtet. Ein Ultraleichtflugzeug überschlägt sich bei der Landung auf der Graspiste und kommt schließlich auf dem Dach zum Liegen.
An Bord: zwei Personen. Beide können sich noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbst aus dem Wrack befreien. Sie werden wenig später vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Nach ersten Angaben erlitten sie nur leichte Verletzungen.
Treibstoffaustritt sorgt für Einsatz
Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Markdorf trifft rasch am Unfallort ein. Zu diesem Zeitpunkt ist die Lage zwar stabil, aber nicht ungefährlich: Aus den Tragflächen tritt Treibstoff aus.
"Als Erstmaßnahme wurde der Brandschutz sichergestellt", erklärte Feuerwehrsprecher Martin Scheerer. Um den Austritt zu stoppen, drehen die Einsatzkräfte das Flugzeug per Hand wieder auf seine Räder und bringen es an den Rand des Rollfeldes. Dort wird der restliche Treibstoff kontrolliert abgepumpt.
Ein Vertreter des Amts für Gewässer- und Bodenschutz beurteilt die Situation vor Ort. Weitere Maßnahmen sind letztlich nicht notwendig, der Einsatz kann gegen 10.30 Uhr beendet werden.
Ursache weiter unklar
Warum es zu dem Unfall kam, ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen. Die Polizei des Flughafens Friedrichshafen hat die Untersuchungen übernommen. Auch zur Höhe des entstandenen Schadens gibt es noch keine Angaben.
Der Flugplatz in Markdorf bleibt vorerst gesperrt.
Viel Betrieb rund um die Aero
Der Unfall ereignet sich in einer Phase besonders intensiven Flugbetriebs in der Region. Wegen der derzeit stattfindenden Luftfahrtmesse "Aero" in Friedrichshafen sind deutlich mehr Flugbewegungen als üblich zu verzeichnen. Zahlreiche zusätzliche Maschinen nutzen auch umliegende Flugplätze wie jenen in Markdorf.
(VOL.AT)