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Franken zu Wochenbeginn auf Rekordhoch – Euro fällt unter 90 Rappen

Der Euro fiel am Montagmorgen erstmals unter die Marke von 90 Rappen und erreichte damit ein Rekordtief gegenüber dem Franken.
Der Euro fiel am Montagmorgen erstmals unter die Marke von 90 Rappen und erreichte damit ein Rekordtief gegenüber dem Franken. ©Canva (Symbolbild)
Der Euro ist am Montagmorgen erstmals unter 90 Rappen gefallen. Am Abend erholte sich der Kurs wieder leicht. Forderungen nach Gegenmaßnahmen wurden dennoch laut.

Der Schweizer Franken hat zu Wochenbeginn ein neues Rekordhoch gegenüber dem Euro erreicht. Wie "20 Minuten" unter Berufung auf den Börsenticker von cash.ch berichtete, war am Montagmorgen um 6.55 Uhr ein Euro erstmals weniger wert als 0,90 Franken.

Das Tagestief lag demnach bei 0,89912 Franken pro Euro. Am Abend notierte die Gemeinschaftswährung wieder etwas höher. Um 19.20 Uhr kostete ein Euro 0,9031 Franken.

Verband fordert Gegenmaßnahmen

Der Tech-Industrieverband Swissmem reagierte mit einem Beitrag auf Linkedin. Darin heißt es: "Jetzt braucht es entschlossenes Gegensteuern".

Swissmem spricht zudem von einer "psychologisch wichtigen Marke", die unterschritten worden sei. Der Verband ruft die Schweizerische Nationalbank (SNB) dazu auf, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Überbewertung des Frankens zu dämpfen. Gleichzeitig hält Swissmem fest: "Allerdings ist uns bewusst, dass die geopolitischen Verwerfungen den Handlungsspielraum der SNB beschränken."

Forderungen an Politik und Bundesrat

Konkretere Schritte erwartet der Branchenverband von der Politik. Die Unternehmen müssten entlastet werden, statt ihnen weitere Kosten aufzubürden. Gefordert wird, den Sozialstaat nicht weiter auszubauen.

Zugleich spricht sich Swissmem weiterhin für eine befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer aus. Zudem solle das Entlastungspaket 27 möglichst ohne Abstriche umgesetzt werden. Der Bundesrat müsse auf neue Bürokratie verzichten.

Warum der starke Franken Unternehmen unter Druck setzt

Ein Eurokurs unter 90 Rappen erhöht den Druck auf exportorientierte Unternehmen. Wird der Franken stärker, werden Schweizer Produkte im Euroraum teurer. Firmen stehen dann vor der Wahl, höhere Preise zu verlangen oder ihre Gewinnmargen zu verringern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig verbilligen sich Importe, was die Preisentwicklung in der Schweiz dämpfen kann.

(VOL.AT)

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