FRIES Kunststofftechnik investiert 12 Millionen in Standort Sulz
Mit dem 12-Millionen-Euro-Projekt bekennt sich das Unternehmen klar zum Standort Vorarlberg – und trotzt damit dem wirtschaftlich schwierigen Umfeld.
Reaktion auf Kapazitätsgrenzen
Laut Unternehmensangaben ist die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen gestoßen. Die Zahl der Mitarbeitenden sei seit 2019 stetig gestiegen. Mit dem neuen Gebäude sollen Produktionsprozesse zusammengeführt und erweitert werden.
Unter anderem sollen Spritzgießerei, Werkzeugbau und Korbmontage künftig unter einem Dach untergebracht werden. Für den Materialtransport ist ein automatisiertes Palettensystem vorgesehen. Auch im Bürobereich schafft das Unternehmen zusätzliche Kapazitäten für weiteres Wachstum.
Investition in regionale Wertschöpfung
Die Baukosten belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro. Die Umsetzung soll durch regionale Betriebe erfolgen, wie die Geschäftsführung betont. Damit wolle man auch einen Beitrag zur lokalen Wirtschaft leisten.
Nachhaltige Bauweise und Energieversorgung
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf Nachhaltigkeit. Das Unternehmen plant, das Dach des Neubaus vollständig mit Photovoltaik-Modulen auszustatten. Die gewonnene Energie soll unter anderem für eine Industriewärmepumpe genutzt werden, die in erster Linie zur Kühlung eingesetzt wird. Zusätzlich wird die Lagerkapazität ausgebaut – unter anderem durch erweiterte Silos – um unabhängiger von möglichen Lieferengpässen zu werden.
Jährlich verarbeitet die FRIES Kunststofftechnik GmbH laut eigenen Angaben rund 5.000 Tonnen Kunststoff. Im Fokus stehen dabei wiederverwendbare Lösungen, etwa für den Gastronomiebereich oder die Industrie. Der Materialeinsatz soll sukzessive reduziert und der Recyclinganteil weiter erhöht werden.
Über die FRIES Kunststofftechnik GmbH
- Spezialist in der Kunststoffverarbeitung
- Geschäftsfelder: Industrieverpackungen, Gastro-Spülkörbe, Werkstückträger und Industriekörbe, Technische Formteile
- Geschäftsführer: Gerhard Bertsch
- Gründung: 1896
- Mitarbeiter in der Gruppe: 250 Mitarbeiter, 7 Lehrlinge
- Exportrate: 85 Prozent in 80 Ländern weltweit
- Umsatz (2024): 41 Millionen Euro in der Gruppe
- Größe Betriebsgebiet Sulz: 26.645 m2
(VOL.AT)