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Fußball-WM: Gewalt und Iran-Krieg machen Mexiko vor Play-off Sorgen

Fußball-WM: Gewalt und Iran-Krieg machen Mexiko vor Play-off Sorgen.
Fußball-WM: Gewalt und Iran-Krieg machen Mexiko vor Play-off Sorgen. ©Canva/Symbolbild
Nur gut einen Monat nach der verheerenden Gewaltwelle im Land steht WM-Gastgeber Mexiko vor einer angespannten Generalprobe. In den WM-Stadien von Guadalajara und Monterrey werden in dieser Woche in den internationalen Play-offs zwei der letzten Tickets für das XXL-Fußball-Turnier mit 48 Teams im Sommer vergeben. Dabei gibt es nicht nur Sorgen wegen der Sicherheitslage vor Ort, auch der Iran-Krieg bereitet einem Teilnehmer große Probleme bei der Anreise.

So ist die Lage in Mexiko

Ende Februar wurde der mächtige Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes bei einem Militäreinsatz in Mexiko getötet. Es folgten schwere Gewaltausbrüche seiner Anhänger. Mehr als 70 Menschen kamen ums Leben. Das Chaos ließ Zweifel an der Eignung Mexikos als Austragungsort aufkommen.

Nach dem Tod des mächtigen Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes folgten zahlreiche Gewaltausbrüche in Mexiko. ©APA/AFP

Inzwischen hat sich die Sicherheitslage im Land wieder normalisiert. Das bedeutet aber auch, dass die Drogenkartelle ihre Geschäfte wie bisher weitermachen und es an bestimmten Orten wiederholt zu Schießereien kommt. Die Menschen in den drei WM-Gastgeberstädten - Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara - können aber im Großen und Ganzen wieder ein normales Leben führen. Präsidentin Claudia Sheinbaum hat eine Sicherheitsgarantie für die Fußball-WM abgegeben.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hält im November 2025 in Mexiko-Stadt einen offiziellen WM-Ball der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in der Hand. ©APA/AFP

Mehr als 100.000 Soldaten, Polizisten und private Sicherheitskräfte sowie Drohnen, Militärflugzeuge und Sprengstoffspürhunde sollen im Sommer für einen sicheren Ablauf sorgen. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte, dass er "volles Vertrauen" in die mexikanischen Ausrichter habe.

Austragungsorte in USA,Mexiko und Kanada, jeweilige Zeitverschiebung zur MESZ. ©APA

Wie gehen die Vorbereitungen voran?

Trotz einiger Verzögerungen bei den Bauarbeiten im Bereich Mobilität und Verkehrsanbindung, hat die Regierung versichert, dass diese Infrastrukturprojekte vor der WM fertiggestellt werden. Dazu zählt etwa eine Zugverbindung zwischen Mexiko-Stadt und dem neuen, weit entfernten Flughafen AIFA.

In Mexiko ist die Vorfreude über die Austragung der Fußball-WM 2026 groß. ©GEPA pictures

In der Millionen-Metropole ist Verkehrschaos an der Tagesordnung. Die Regierung verhandelt außerdem mit Taxifahrern und Vertretern von Fahrdienst-Apps, die sich um das Recht streiten, Fahrgäste am internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt abzuholen.

Diese Teams können sich in Mexiko WM-Tickets sichern

In zwei Pfaden werden zwei Tickets vergeben. Im Halbfinale am Donnerstag treffen in Guadalajara Neukaledonien und Jamaika aufeinander, in Monterrey Bolivien und Suriname. Auf den Sieger in Guadalajara wartet im Finale am Dienstag die Demokratische Republik Kongo, in Monterrey der Irak.

Gruppeneinteilung und Teams im Play-off ©APA

Der Sieger aus Guadalajara spielt bei der WM in der Gruppe K ebenfalls im Akron-Stadion und in den USA gegen Portugal, Usbekistan und Kolumbien. Wer sich in Monterrey durchsetzt, kommt in die Gruppe I mit Frankreich, Senegal und Norwegen.

Strapaziöse Anreise für das irakische Team

Auch der Iran-Krieg hat Auswirkungen auf die Play-offs. Die irakische Nationalmannschaft reiste unter schwierigen Umständen an. Denn im Land, das an den Iran grenzt, kommt es im Zuge des Kriegs in Nahost inzwischen täglich zu Angriffen mit Drohnen und Raketen. Weil der irakische Luftraum seit rund drei Wochen gesperrt ist, reiste das Team unter strikten Sicherheitsmaßnahmen auf dem Landweg ins benachbarte Jordanien für die Weiterreise mit einem Privatflieger nach Mexiko.

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Wegen des Kriegs wandte sich der Präsident des irakischen Fußballverbands IFA, Adnan Dardschal, vorab bereits in einem Brief an die FIFA. Das irakische Team stehe wegen der aktuellen Lage vor Hürden mit Blick auf das Turnier in Mexiko, erklärte er in dem Schreiben, wie die staatliche Nachrichtenagentur INA berichtete. Der Weltverband lehnte eine Verlegung des Spiels aufgrund des engen Terminkalenders aber ab.

(APA)

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