Es zeichnete sich schon ab, seit Dienstag steht es fest: Die EU-Abgeordnete Claudia Gamon will nach Sabine Scheffknecht als pinke Landessprecherin übernehmen.
„Vorarlberg hat so viel Potenzial“, sagte die 33-Jährige. Das merke man gerade, wenn man in die Welt hinausgehe. Gleichzeitig gebe es „viele Bereiche, in denen die Politik die Menschen zurückhält.“ Die finale Entscheidung über die neue Landessprecherin trifft dann die Mitgliederversammlung der Partei, die Anfang des Jahres zusammentreten wird. Als Gamons Stellvertreter kandidiert übrigens der Landtagsabgeordnete Johannes Gasser.
Gamon skizzierte erste Schwerpunkte, in denen sie Änderungsbedarf sieht: Zum Beispiel im Bereich Bildung. „Vorarlberg hätte Modellregion sein können“, sagte sie mit Blick auf die Gemeinsame Schule. Die 33-Jährige thematisierte auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - so gebe es keine Wahlfreiheit, in keinem Bundesland verdienten die Frauen so wenig - die Standortentwicklung und die Chancengerechtigkeit. Sie verstehe den Frust vieler junger Menschen, die zwar am „schaffa, schaffa“ seien, aber „kein Hüsle“ bauen könnten, sagte die EU-Parlamentarierin. Für die Neos als Liberale sei zentral: „Wir wollen nicht vorschreiben, wir wollen ermöglichen.“
Als ihr zunächst wesentlichstes Projekt bezeichnete sie, ein Programm für die Landtagswahl 2024 auszuarbeiten.
Die 1988 in Feldkirch geborene und in Nenzing aufgewachsene Gamon ist seit drei Jahren Abgeordnete des Europaparlaments. Von 2015 bis 2019 war sie Nationalratsmandatarin. Zuvor engagierte sie sich auch in der Hochschulpolitik.
Die ganze Sendung zum Nachsehen:
(VN/VOL.AT)