Ariane Rädler hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien Sportgeschichte geschrieben. Die Vorarlbergerin gewann am Dienstag gemeinsam mit Katharina Huber die Goldmedaille in der Team-Kombination der Frauen in Cortina d’Ampezzo. Es ist die erste olympische Goldmedaille überhaupt für Vorarlberg.
Nur einen Tag nach der Silbermedaille für Vincent Kriechmayr und Manuel Feller setzte Rädler damit den nächsten rot-weiß-roten Höhepunkt. Insgesamt ist es bereits die zweite Medaille für Vorarlberg bei diesen Winterspielen, nachdem Jonas Müller im Einsitzer-Rodeln Silber geholt hatte.
Begeisterung weit über Cortina hinaus
Die Goldfahrt von Rädler und Huber löste große Freude im österreichischen Skisport aus. Olympiasiegerin Katharina Liensberger erklärte, sie freue sich "riesig" über den Erfolg und habe bereits nach Rädlers Super-Abfahrtslauf gespürt, dass eine Medaille möglich sei. Dass es am Ende Gold wurde, bezeichnete sie als "einfach sensationell".
Besonders hob Liensberger hervor, dass Rädler nach schwierigen Jahren und Verletzungen stärker zurückgekommen sei. Auch ihre persönliche Verbindung zu Cortina mache diesen Erfolg für sie besonders emotional.
"Großer Tag für den Vorarlberger Skisport"
Peter Scrivener, Präsident des Vorarlberger Skiverbandes, sprach von einem "großen Tag für den Vorarlberger Skisport".
Ganz Vorarlberg sei stolz auf diese Goldmedaille. Die Leistung von Rädler und Huber sei überragend gewesen, zumal sich Rädlers starke Form bereits in den letzten Abfahrtsrennen abgezeichnet habe.
Scrivener betonte, dass dieser Erfolg das Ergebnis jahrelanger Arbeit der Familie, des Skivereins, des Landesverbandes und des ÖSV sei. Die Goldmedaille gebe zudem zusätzliche Motivation für den anstehenden Super-G.
Emotionale Worte langjähriger Wegbegleiter
Sehr persönlich äußerte sich auch Walter Hlebayna, ehemaliger VSV-Präsident und langjähriger Wegbegleiter von Ariane Rädler. Die Goldmedaille berühre ihn besonders, da er wisse, wie schwierig die vergangenen Jahre für Rädler gewesen seien. Die Unterstützung der Familie und des Verbandes habe dabei eine zentrale Rolle gespielt.
Bemerkenswert sei zudem, dass Rädler ursprünglich aus dem Riesentorlauf komme und nun ausgerechnet auf der anspruchsvollen Abfahrtsstrecke in Cortina ihre Klasse gezeigt habe. Die intensive Arbeit an der Gleitfähigkeit habe sich bezahlt gemacht – mit einer Goldmedaille sei "noch vieles möglich".
Rückenwind für das gesamte ÖSV-Damenteam
Abgerundet wurde der Vorarlberger Jubel durch die Worte von Anita Wachter, Olympiasiegerin 1988 in Calgary. Sie sprach von einem "absolut lässigen Ergebnis" und lobte Rädlers starke Abfahrt.
Nach dem Lauf habe sie zwar auf eine Medaille gehofft, mit Gold aber nicht gerechnet. Umso größer sei nun die Freude – auch, weil dieser Erfolg dem gesamten österreichischen Damenteam zusätzlichen Auftrieb gebe.
(VOL.AT)