Gegen Kälbertransporte: V-Milch soll es Hofer nachmachen
Hofer möchte nun zeigen, dass der Discounter das Problem der Lebendtransporte von Kälbern bekämpfen möchte, wie die VN am Freitag berichten. Hofer kündigt an, mit ihrer Biomilch-Linie von Kälbertransporten zu befreien. Soll heißen: Die Zulieferbetriebe sollen umgestellt werden, damit Kälber in den Betrieben aufgezogen werden. Im Gegenzug soll es einen Aufschlag für die Bauern geben.
VGT sieht V-Milch in der Pflicht
Der Verein gegen Tierfrabriken (VGT) fordert die Vorarlberg Milch nun auf, diesem Modell von Hofer zu folgen. Tobias Giesinger, Kampagnenleiter des VGT: „Wir begrüßen diese Initiative sehr und fordern die Vorarlberg Milch erneut auf, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen. Die Vorarlberger Bevölkerung wünscht sich eine regionale Milchmarke, die ohne qualvolle Kälbertransporte ins Ausland auskommt.“
Grüne für Hofer-Modell
Die Grünen teilen die Forderung des VGT. Das Modell von Hofer stelle sicher, dass alle männlichen Jungtiere bei Kuh-, Ziegen- und Schafmilchbetrieben am Hof großgezogen werden. Die Kälber der Milchbetriebe werden zumindest vier Monate am Geburtsbetrieb gehalten und bei einem regionalen Schlachthof geschlachtet. Das Fleisch werde unter der bestehenden Biomarke in den Supermärkten vermarktet.
„Es ist doch absurd. Wir exportieren lebende Kälber und importieren gleichzeitig massenhaft Fleisch aus dem Ausland. Dieses tierverachtende Karussell müssen wir endlich durchbrechen", ärgert sich Daniel Zadra, Grüner Klubobmann im Landtag.
(VOL.AT)