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Gemeindemitarbeiter hinters Licht geführt: Mittelberger bei "Verstehen Sie Spaß?"

Konrad Pfeffer wurde für "Verstehen Sie Spaß?" reingelegt.
Konrad Pfeffer wurde für "Verstehen Sie Spaß?" reingelegt. ©Katja Hanold, Gebrüder Rüf/Josef Rüf, Canva Pro
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
In der kommenden Ausgabe von "Verstehen Sie Spaß?" wird ein Vorarlberger Gemeindemitarbeiter vom ganzen Dorf hinters Licht geführt. Die Racheaktion verspricht, spektakulär zu werden.

In der kommenden Ausgabe von "Verstehen Sie Spaß?" gibt es wieder einen Beitrag aus dem Ländle. Ein Mitarbeiter der Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal wurde ordentlich hinters Licht geführt.

Darum geht es:

  • Ein Mitarbeiter der Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal wird bei "Verstehen Sie Spaß" reingelegt.
  • Dem Mitarbeiter wurde glaubhaft gemacht, dass er zwangsenteignet wird.
  • Die ganze Gemeinde, inklusive Bürgermeister und Polizeioberkommissar, war in den Streich involviert.
Gedreht wurde in Mittelberg im Kleinwalsertal. ©Gebrüder Rüf/Josef Rüf

"Der hat es verdient"

Immer wieder melden Menschen ihre Kollegen oder Freunde bei „Verstehen Sie Spaß“ an. „Der hat es verdient“, meinen sie damit. Auch der Mittelberger Bürgermeister Andi Haid und Polizeioberkommissar Michi Schwärzler kannten einen solchen Kandidaten. Konrad Pfeffer ist Leiter des Melde- uns Sozialamtes der Gemeinde. Dieses Amt nutzt er auch gern mal aus, um seine Kollegen nach allen Regeln der Kunst reinzulegen. So erzählte er etwa einem Mitarbeiter des Tourismusbüros, er hätte eine Doppelbuchung vorgenommen und müsste jetzt die zu viel gebuchte Familie für die nächsten zwei Wochen bei sich zu Hause aufnehmen.

Konrad Pfeffer (links im Bild) wurde ganz schön reingelegt. ©Katja Hanold
Angemeldet wurde er von Polizist Michael Schwärzler und...
... Bürgermeister Andi Haid. ©Gemeinde Mittelberg

Aufwändiger Dreh im Sommer

Zudem soll er regelmäßig Postzusteller und Busfahrer anzeigen, die auf sein Grundstück ausweichen, wenn ihnen in der engen Straße ein größeres Fahrzeug entgegenkommt. Schon mehrfach beschwerte er sich und regte an, dass die Busse umgeleitet werden sollen. Bisher erfolglos. Haid und Schwärzler baten daher Nikolai Dörler, Regisseur bei Verstehen Sie Spaß, um Hilfe. Dieser kam mit seinem kompletten Team bestehend aus Kameraleuten, Toningenieuren, Requisiteuren, Koordinatoren und unzähligen Schauspielern und Komparsen ins Kleinwalsertal. Was genau bei der Racheaktion passiert, wird aktuell noch nicht verraten. Nur so viel: Im Laufe eines sehr aufwändigen Drehs wurde Konrad am 23. Juni glaubhaft gemacht, dass er Ende des Tages zwangsenteignet wird.

Bereits im Juni teilte "Gebrüder Rüf" Fotos vom Dreh. ©Gebrüder Rüf/Josef Rüf
Zahlreiche Mittelberger waren mit eingeweiht. ©Gebrüder Rüf/Josef Rüf

"Da hat man schon den Richtigen erwischt"

Auch viele Menschen aus dem Tal waren als Komplizen eingeweiht. Darunter etwa Pfeffers Nachbar, aber auch Mitarbeiter von Walserbus. Ein Bekannter des "Opfers" habe die Idee gehabt und sich bei ihm gemeldet, so Bürgermeister Andi Haid gegenüber VOL.AT. "Konrad macht ja auch viele Späße", erklärt er. Es sei an der Zeit gewesen, ihn einmal reinzulegen. "Ich habe noch nicht einen gehört, der meinte, er habe es nicht verdient", betont das Gemeindeoberhaupt. "Konrad ist taff und ein ehrenwerter Mitarbeiter der Gemeinde." Er engagiere sich ehrenamtlich, sei etwa bei der Feuerwehr mit dabei. Auch dort treibe es immer wieder Späße mit Kollegen. "Ich meine, da hat man schon den Richtigen erwischt", verdeutlicht Haid. "Er war derart angespannt in dem ganzen Stück, dass er gar nicht zum Nachdenken gekommen ist. Es ging alles Schlag auf Schlag", betont er. "Wir haben gesagt, es kann auch nur drei Minuten gehen, wenn er das irgendwie spürt, dass da was nicht stimmt. Aber er hat es bis zum Schluss nicht gemerkt."

"Es hat uns auch Spaß gemacht"

Die ganze Aktion war von der Regie gut durchgeplant. Er gab ein Drehbuch und mehrere Meetings. Alles war bis ins letzte Detail durchgetaktet, wie Haid erklärt. Auch Mitarbeiter des Hirschegger Zweigstelle von "Gebrüder Rüf" waren beim Streich mit von der Partie. "Der Nachbar ist ein Mitarbeiter von uns und war in die Sache involviert", erklärt Josef Rüf, der Geschäftsführer des Bau- und Transportunternehmens. "Er hat mich dann gefragt, ob wir mitmachen würden." Rüf und sein Team waren gleich mit dabei. "Es hat uns auch Spaß gemacht und war auch für die Mitarbeiter mal was Anderes", meint er. Die Aktion beschreibt er gegenüber VOL.AT als genial.

Josef Rüf war mit vor Ort und schoss "Behind The Scenes"-Aufnahmen. ©Gebrüder Rüf/Josef Rüf
Was hier passiert ist, erfährt man am Samstag. ©Gebrüder Rüf/Josef Rüf

"Die Retourchkutsche läuft schon"

Auch beim "Opfer" selbst kam die Aktion gut an. "Der Bürgermeister hat mich angemeldet, er ist schuld. Ich weiß gar nicht, wie sie auf mich gekommen sind", gibt Konrad Pfeffer im VOL.AT-Gespräch zu verstehen und lacht. Haid habe schon lange angedroht, dass er ihn einmal "körig verseckeln" werde, daher habe er immer aufgepasst, meint er. "Die haben es wirklich geschafft, mich mit dieser brutalen Aktion reinzulegen." Über drei Stunden habe die Aktion gedauert. Er habe bis am Schluss nichts davon mitbekommen. "Ich habe es erst gemerkt, als sie es vor der Haustüre aufgelöst haben", betont er. Nicht im Ansatz hätte er damit gerechnet. Hochprofessionell und gut gemacht sei der Dreh gewesen. "Ich bin hochmotiviert", verdeutlicht er, was eine Revanche angeht: "Ich habe schon eine Liste. Da stehen der Bürgermeister und der Polizist – die zwei, die mich angemeldet haben – ganz oben drauf. Die Retourkutsche läuft schon."

Was genau passiert und wie Konrad Pfeffer reagiert hat, sehen Sie am Samstag, den 07.10.23 im Ersten (D) oder im ORF.

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(VOL.AT)

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