Gestrandeter Wal kämpft ums Überleben – traurige Prognose
Experten raten von Rettungsversuch ab
Seit Dienstag vergangener Woche liegt der Wal in der Bucht vor der Insel Poel bei Wismar. Zwischenzeitlich hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) eine Bergung mithilfe eines Katamarans ins Spiel gebracht.
Nun folgte jedoch die Ernüchterung: "Derzeit gibt es keinen Wissenschafter oder Veterinär, der uns zu solch einem Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde", erklärte Backhaus.
Das oberste Ziel bleibe weiterhin das Wohl des Tieres. Nach Einschätzung der konsultierten Fachleute sei es zudem unwahrscheinlich, dass der Wal einen solchen Rettungsversuch überleben würde.
Gesundheitszustand entscheidend
Voraussetzung für jede Rettungsmaßnahme sei ein positives Gutachten zum Zustand des Tieres. "Das Entscheidende ist, dass wir ein gesundheitliches Gutachten brauchen, dass er überhaupt eine Chance hat, zu überleben", so der Minister. Aktuell gehe es dem Wal jedoch "wirklich ganz schlecht".
Die Behörden und Experten wollen dennoch weiter nach Lösungen suchen – "bis zum letzten Atemzug", wie es aus dem Ministerium heißt. Ein Katamaran bleibt zwar theoretisch eine Option, derzeit allerdings nur für die Bergung eines verendeten Tieres.
Spendenangebot aus Österreich
Unterdessen hatte der österreichische Konzertveranstalter Klaus Leutgeb Unterstützung angeboten. Er erklärte gegenüber "Bild", er wäre bereit, zunächst 30.000 Euro für den Einsatz eines Katamarans bereitzustellen. Bei Bedarf hätte er weitere 20.000 Euro nachgelegt.
"Die Erfolgsaussichten sind mir dabei egal. Ich möchte einfach nur, dass Timmy geholfen wird", sagte Leutgeb. Sein Ziel sei es auch gewesen, einen breiteren Spendenaufruf anzustoßen.
Wie es weitergeht, ist offen
Ob und wie dem Wal noch geholfen werden kann, ist derzeit unklar. Die Entscheidungsträger wollen weitere Entwicklungen abwarten und ihre Maßnahmen weiterhin am Zustand des Tieres ausrichten.
(VOL.AT)