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Gewidmete Studienplätze: Vorarlberg lockt Mediziner mit 1.035 Euro Bonus

Nach zwei Jahren ohne Vergabe startet Vorarlberg einen neuen Anlauf für gewidmete Medizin-Studienplätze.
Nach zwei Jahren ohne Vergabe startet Vorarlberg einen neuen Anlauf für gewidmete Medizin-Studienplätze. ©APA/dpa/Jan Woitas
Nach zwei Jahren ohne Vergabe startet Vorarlberg einen neuen Anlauf für gewidmete Medizin-Studienplätze. Künftig dürfen Absolventen nicht nur im Landesdienst, sondern auch in Spitälern arbeiten. Was Bewerber jetzt wissen müssen.

Nach zwei Jahren ohne vergebenen gewidmeten Studienplatz startet das Land Vorarlberg einen neuen Anlauf, um angehende Mediziner langfristig im Land zu halten. Ziel ist es, die öffentliche Gesundheitsversorgung nachhaltig zu stärken.

Wer sich bewirbt, muss sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums mindestens fünf Jahre in Vorarlberg zu arbeiten.

Neue Jobmöglichkeiten als zusätzlicher Anreiz

Bisher war die spätere Tätigkeit ausschließlich im öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes möglich. Künftig können Absolventinnen und Absolventen auch in einem der Vorarlberger Landeskrankenhäuser, im Stadtspital Dornbirn oder bei der Stiftung Maria Ebene arbeiten.

Mit dieser Erweiterung wolle man "noch mehr Interessierte ansprechen", heißt es in einer Aussendung des Landes.

Seit 2024 kein Platz vergeben

Seit Einführung des Modells im Jahr 2024 konnte kein gewidmeter Studienplatz vergeben werden.

Im vergangenen Jahr gab es 14 Bewerberinnen und Bewerber. Vier schafften die Aufnahmeprüfung regulär, zehn bestanden den Test nicht und erfüllten damit die Voraussetzungen nicht.

Strenge Kriterien beim MedAT

Voraussetzung für einen gewidmeten Studienplatz ist eine vorab abgeschlossene Ausbildungsvereinbarung vor dem Medizin-Aufnahmetest (MedAT). Zudem müssen Bewerber zumindest gleich gut oder besser abschneiden als 75 Prozent der Testteilnehmenden (Subquote).

Mit Personen, die lediglich in die reguläre Quote fallen, wird kein Vertrag abgeschlossen.

Bis zu 1.035 Euro monatlich Unterstützung

Den drei Erstgereihten würde das Land einen Studienplatz an der Medizinischen Universität Innsbruck zusichern. Zusätzlich erhalten sie einen monatlichen Ausbildungszuschuss von derzeit 1.035 Euro.

Darüber hinaus wird ein Reisekostenzuschuss in Höhe eines österreichweiten Klimatickets ausbezahlt – und zwar für die Dauer der Mindeststudienzeit.

Ob der neue Anreiz ausreicht, um künftig tatsächlich gewidmete Studienplätze besetzen zu können, wird sich beim nächsten MedAT zeigen.

(VOL.AT)

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