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Goldenes Heimspiel

©Kjetil Wager
Vorarlbergs Karatekas überzeugen beim Champions Cup in Hard mit zehn Podestplätzen

Der Auftakt ins Wettkampfjahr ist gelungen, das heimische Selbstvertrauen spürbar gewachsen. Beim 17. Austrian Karate Champions Cup in Hard präsentierten sich Vorarlbergs Karatekas vor eigenem Publikum in beachtlicher Frühform und sorgten für ein deutliches sportliches Ausrufezeichen. In der Sporthalle am See, wo sich 565 Athletinnen und Athleten aus zwölf Nationen und 105 Vereinen auf fünf Tatamis miteinander duellierten, sammelten die Ländle-Asse fünf Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen und sicherten sich damit Rang zwei in der Medaillenwertung.

Pascal Platisa setzte sich bei den Junioren bis 76kg durch. ©Karate Vorarlberg/Grafoner

Fünfmal ganz oben

Für die vergoldeten Höhepunkte sorgten mehrere Athletinnen und Athleten, die ihre derzeit starke Verfassung eindrucksvoll unter Beweis stellten. Sara Skrijelj (KC Lustenau) setzte sich im Kumite der U21 (61 kg) souverän durch und ließ keine Zweifel an ihrer aktuellen Form aufkommen. Ebenfalls unangefochten präsentierte sich Eric Schnetzer (Karate Hofsteig), der sich im Kumite der Cadets (63 kg) auszeichnete.

Sicherte sich den Titel in der Kumite-U21-Klasse bis 61 kg: Sara Skrijelj ©Kjetil Wager

Auch in den Juniorenbewerben setzte sich die Erfolgsserie fort. Pascal Platisa (KC Götzis) behauptete sich im Kumite der Juniors (76 kg) mit konsequenten Leistungen, während Jakob Kleinekathöfer im Kumite der U21 (84 kg) seine Position in der nationalen Spitze untermauerte. Für einen weiteren Heimsieg sorgte Pauline Berchtold (KC Götzis), die sich im Kumite der U14 (über 52 kg) verdient ganz oben am Podest einreihte.

Jakob Kleinekathöfer siegte im Kumite der U21 bis 84 kg ©Kjetil Wager

Medaillen in Serie

Neben den fünf Turniersiegen unterstrich auch die Breite des Vorarlberger Aufgebots die starke Gesamtleistung. Bis ins Finale kämpften sich Ceylin Bayram (KC Lustenau) im Kumite der Juniorinnen (über 66 kg), Julian Spiegel (Karate Hofsteig) im Kumite der U14 (45 kg) sowie Felix Wagner (KC Dornbirn) in der Kata U21, die jeweils mit Silber ausgezeichnet wurden.Die beiden Bronzemedaillen gingen an Henri Meier (KC Götzis) im Kumite der U14 (50 kg) sowie an Malik Öcal (KC Dornbirn) im Kumite der U14 (45 kg), die sich in stark besetzten Nachwuchsbewerben behaupteten und ebenfalls den Sprung auf das Podest schafften.

Pauline Berchtold(Mitte) setzte sich in der Kumite U14-Klasse über 52 Kilogramm ©Kjetil Waber

Positive Signale vor der EM

"Diese geschlossene Teamleistung bestätigt die kontinuierliche Arbeit in den Vereinen und im Leistungszentrum“, zog Karate-Vorarlberg-Sportdirektor Gerhard Grafoner ein positives Fazit. „Die sportlichen Erfolge sind ein starkes Zeichen der heimischen Aktiven. Gleichzeitig zeigt die reibungslose Organisation dieses Großevents einmal mehr den Zusammenhalt in der Region.“

Für das EKF-Championat in zwei Wochen in Zypern stellt Karate Vorarlberg heuer sechs Fixstarter. Mit Sara Skrijelj (U21, 61 kg/KC Lustenau), Noemi Sopic (Cadets, 54 kg) und Eric Schnetzer (Cadets, 63 kg), beide von Karate Hofsteig, Pascal Platisa (Juniors, 76 kg) und Jakob Kleinekathöfer (U21, 84 kg) vom KC Götzis sowie Felix Wagner (Kata Team/KC Dornbirn) kommt damit rund ein Drittel des 20-köpfigen Aufgebots von Karate Austria aus dem Ländle.

Ob mit Tobias Fleisch (KC Götzis) noch ein siebter Vorarlberger Athlet das österreichische EM-Team komplettiert, wird in den kommenden Tagen entschieden. Das 53. Championat der European Karate Federation (EKF) geht von 6. bis 8. Februar in Limassol über die Bühne.

Bestes Premier-League-Ergebnis für Devigili

Karate-Ass Hanna Devigili setzte ein positives Ausrufezeichen. Die 22-jährige erreichte bei ihrem vierten Start in der Premier League in Istanbul mit Rang neun ihr bislang bestes Ergebnis in der höchsten Turnierserie des Weltverbandes (WKF). Besonders bemerkenswert: Gegen alle drei Pool-Gegnerinnen hatte Devigili bis dahin jeweils eine Niederlage zu Buche stehen. Gleich im ersten Kampf gelang ihr jedoch gegen die Griechin Evangelia Peppa nach einem 4:4-Ergebnis dank Senshu die Revanche. Nach einer 1:4-Niederlage gegen die Deutsche Madeleine Schröter folgte ein 4:1-Erfolg über die amtierende Vize-Europameisterin Isabel Nieto aus Spanien.

Blickt ebenfalls auf ein erfolgreiches Wochenende zurück: Hannah Devigili. ©Karate Austria

Am Ende verpasste Devigili den Aufstieg nur aufgrund der Punktedifferenz. „Ich sehe, dass ich mich auf jeden Fall auf dem richtigen Weg befinde und weiß, dass in mir noch viel mehr steckt“, zog die Karateka ein positives Fazit. In der Premier League, zu der pro Gewichtsklasse lediglich 32 Athletinnen aus den Top 100 des Weltrankings zugelassen sind, unterstrich Devigili damit eindrucksvoll ihre internationale Konkurrenzfähigkeit. Weitere Stationen der hochkarätigen Turnierserie stehen mit Rom (13. bis 15. März), Leshan in China (10. bis 12. April) und Rabat in Marokko (12. bis 14. Juni) bereits fest.

(VOL.AT)