Größer und schneller: Neue Rekord-Achterbahn nahe dem Bodensee geplant
Nachdem bereits im Jahr 2025 mit der "Antares" eine neue Achterbahn in Betrieb genommen wurde, soll nun schon die nächste folgen. Die neue Bahn trägt den Namen eines afrikanischen Hirtenvolkes und wird auch thematisch entsprechend gestaltet.
Größer und schneller als die bisherige Rekordhalterin
Den bisherigen Geschwindigkeits- und Größenrekord innerhalb des Parks hält die "Cobra". Die 2010 eröffnete Bahn war damals die erste Looping-Achterbahn der Schweiz. Während die Fahrgäste dort zunächst auf einen Startturm gezogen werden, setzt die neue "Massai" auf ein Katapultsystem.
Die Achterbahn beschleunigt aus dem Stand direkt auf ihre Höchstgeschwindigkeit. Ein vergleichbares Startverfahren kennen Besucher des Europa-Parks von den Bahnen "Blue Fire" und "Voltron Nevera". Produziert wird auch die neue Anlage von Mack Rides, dem Hersteller hinter mehreren bekannten Europa-Park-Achterbahnen.
Mit einer geplanten Höchstgeschwindigkeit von 86 Stundenkilometern übertrifft die "Massai" die "Cobra" knapp, welche bislang 85 km/h erreicht. Auch bei der Streckenlänge setzt die Bahn neue Maßstäbe: Sie soll rund 500 Meter lang werden und damit deutlich länger als die 230 Meter lange "Cobra" sein.
Besonderes Fahrelement
Neben einem Looping soll die neue Attraktion ein bislang weltweit einmaliges Fahrelement erhalten. Betreiber Roby Gasser erklärte gegenüber dem Schweizer Medienportal "Blick", dass Achterbahn-Fans dieses Element bereits als "Conny-Land-Loop" bezeichnen.
Dabei bleiben die Fahrgäste für einige Sekunden kopfüber in der Luft, bevor die Fahrt fortgesetzt wird. Nach Angaben des Parks wurde ein solches Element bisher noch in keiner anderen Achterbahn verbaut.
Baustart steht kurz bevor
Die Investitionssumme für die neue Bahn beläuft sich auf 20 Millionen Schweizer Franken, was umgerechnet knapp 22 Millionen Euro entspricht. Bereits Mitte Juni sollen die ersten Schienen geliefert werden. Ein erster Testbetrieb ist für das Frühjahr des kommenden Jahres vorgesehen.
Mit der "Massai" entsteht innerhalb von nur zwei Jahren die zweite neue Achterbahn im Conny-Land. Erst zur Saison 2025 wurde die "Antares" eröffnet. Bei dieser Attraktion werden die Fahrgäste zunächst senkrecht nach oben gezogen, bevor die Strecke in einem engen Serpentinenkurs nach unten führt.
Vom Delfinarium zum Freizeitpark mit Fahrgeschäften
Das Conny-Land gilt als größter Freizeitpark der Schweiz und wurde ursprünglich auf dem Winterquartier der Zirkusfamilie Gasser gegründet. Lange Zeit waren Delfinshows eine der Hauptattraktionen des Parks.
Nach anhaltender Kritik von Tierschutzorganisationen und einem gesetzlichen Importverbot für Delfine wurde das Delfinarium im Jahr 2013 geschlossen. Heute gehören stattdessen Seelöwen zu den tierischen Attraktionen des Parks.
Die Schließung hatte erhebliche wirtschaftliche Folgen. Laut Geschäftsführer Roby Gasser gingen die Besucherzahlen um mehr als die Hälfte zurück. Gegenüber dem Schweizer Rundfunk SRF erklärte er, dass der Park damals beinahe in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei.
In den folgenden Jahren richtete sich das Conny-Land neu aus und konzentrierte sich verstärkt auf Fahrgeschäfte. Bereits bei der Eröffnung der "Antares" kündigte Gasser an, den Besucherinnen und Besuchern künftig jedes Jahr eine neue Attraktion bieten zu wollen. Die geplante Rekordachterbahn "Massai" ist der nächste Schritt dieser Strategie.
(VOL.AT)