Größter geschlossener Trinkwasserspeicher der Welt sichert Wiener Wasserversorgung
Der Ausbau des Behälters umfasst insgesamt vier Wasserkammern. Die erste Kammer ist bereits im Entstehen. Nach Aushubarbeiten bis zu acht Metern Tiefe und dem Bau der Bodenplatten sind bereits viele der elf Meter hohen Wände und Säulen betoniert worden. Dies wurde am Donnerstag während eines Besuchs von Bau-Stadträtin Kathrin Gaal und Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (beide SPÖ) erklärt.
Größter geschlossener Trinkwasserspeicher der Welt: Eisige Temperaturen als Herausforderung
Von 67 Wänden stehen bereits 50. Auch ragen schon 120 von insgesamt zu errichtenden 169 Säulen in die Höhe. Trotz eisiger Temperaturen wird demnächst damit begonnen, die Kammerdecke zu betonieren. Sie wird durch die Säulen getragen. Der Kostenrahmen für die erste Etappe beträgt rund 98 Millionen Euro. Die winterlichen Verhältnisse stellen aktuell eine besondere Herausforderung dar, hieß es. Nötig ist eine permanente Prüfung der Konstruktion. Damit daraus wasserundurchlässige und langlebige Kammern entstehen, wird der Beton wöchentlich kontrolliert. Insgesamt werden rund 35.000 Kubikmeter Beton verbaut. Der Behälter in Neusiedl am Steinfeld wurde in das Gefälle der ersten Wiener Hochquellenleitung eingebunden. Er besteht aktuell aus vier Wasserkammern, die derzeit rund 600 Millionen Liter Wasser fassen. Das Hochquellwasser fließt ohne Einsatz von Pumpen durch den Behälter und weiter bis nach Wien.
Erweiterung von Trinkwasserspeicher in zwei Etappen
Die Erweiterung des Speichervolumens erfolgt laut Rathaus-Angaben in zwei Etappen. Bis Ende 2028 wird der Behälter um zwei Kammern ausgebaut. Diese können insgesamt 200 Millionen Liter Wasser speichern. Damit erhöht sich das Speichervolumen nach vier Jahren Bauzeit auf insgesamt 800 Millionen Liter Wasser. Danach ist ein Ausbau um weitere zwei Kammern sowie die Sanierung der aktuell bestehenden Kammern geplant. Nach der Fertigstellung beträgt das Volumen rund eine Milliarde Liter Wasser bzw. eine Million Kubikmeter. Die Kapazität wird somit um rund 70 Prozent gesteigert. Würde man die Füllmenge in ein Becken im Ausmaß eines Fußballfeldes gießen, wäre das Bassin 140 Meter hoch, wurde vorgerechnet. Die Anlage soll die Verfügbarkeit von Quellwasser sicherstellen, ihr Ausbau ist Teil der Strategie "Wiener Wasser 2050".
(APA/Red)