Großeinsatz auf dem Bodensee: Suche nach mutmaßlich über Bord gegangener Frau blieb erfolglos
Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen vor dem Fährhafen Konstanz-Staad fanden die Einsatzkräfte keine Hinweise auf eine tatsächlich über Bord gegangene Person, so das Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen auf Anfrage von VOL.AT.
Aufwändige Suchaktion vor Konstanz
Kurz vor Mitternacht rückten zahlreiche Rettungs- und Sicherheitskräfte zu einem Großeinsatz auf dem Bodensee aus. Ausgangspunkt war die Meldung, dass auf der Fähre zwischen Meersburg und Konstanz eine Person über Bord gegangen sein könnte.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Einsatz beteiligten sich zeitweise neun Boote von DLRG, Feuerwehr und Wasserschutzpolizei an der Suche. Zusätzlich kamen ein Polizeihubschrauber, mehrere Drohnen mit Wärmebildtechnik sowie ein Wasserspürhund zum Einsatz.
Ein Zeuge hatte laut Angaben des Südkuriers eine Frau auf der Fähre gesehen und kurze Zeit später einen Aufprall im Wasser gehört. Anschließend sei die Person nicht mehr wahrnehmbar gewesen. Die Besatzung der Fähre wurde umgehend informiert, worauf das Schiff gestoppt wurde.
Suchgebiet konnte eingegrenzt werden
Nach Angaben der Einsatzleitung soll sich der Vorfall rund 800 bis 1.000 Meter vor dem Fährhafen Konstanz-Staad ereignet haben. Dadurch konnte das Suchgebiet vergleichsweise genau bestimmt werden.
Dennoch gestalteten sich die Arbeiten schwierig. Die Einsatzkräfte suchten sowohl aus der Luft als auch auf dem Wasser nach möglichen Hinweisen. Mehrere Boote bildeten eine Suchkette und leuchteten die Wasseroberfläche aus. Gleichzeitig kreiste ein Polizeihubschrauber über dem Einsatzgebiet, während Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt wurden.
Die Dunkelheit erschwerte die Suche erheblich. Wärmebildtechnik könne lediglich die Wasseroberfläche absuchen, eine untergetauchte Person wäre damit nur schwer zu lokalisieren, erklärten die Einsatzkräfte vor Ort.
Keine Hinweise auf einen Echtfall
Trotz des erheblichen Kräfteaufgebots ergaben sich weder während des Sucheinsatzes noch durch die parallel aufgenommenen Ermittlungen konkrete Hinweise auf eine tatsächlich vermisste Person.
Nach rund zwei Stunden wurden die Suchmaßnahmen in Abstimmung mit der Wasserschutzpolizei vorerst eingestellt. Wie das Polizeipräsidium Einsatz gegenüber VOL.AT angab, liegen bislang keine Erkenntnisse vor, die den ursprünglichen Verdacht bestätigen würden.
(VOL.AT)