Lebensbedrohliche Verletzungen nach Wingsuit-Unfall in Hohenems
Zusammenstoß in der Luft
Der Unfall ereignete sich am Samstag gegen 12:30 Uhr nach einem Sprung vom Flugplatz Hohenems-Dornbirn. Insgesamt 15 Fallschirmspringer waren an Bord des Flugzeugs, als sie aus etwa 4.000 Metern Höhe absprangen.
Während sich die 32-Jährige gemeinsam mit einem weiteren Springer in einem Parallelflug mit leichter Rechtskurve befand, näherte sich die 48-Jährige von hinten mit hoher Geschwindigkeit. In der Folge kam es zu einer seitlichen Kollision der beiden Wingsuit-Springerinnen.
Dramatische Folgen nach der Kollision
Durch den Zusammenstoß verlor die 32-jährige Schweizerin das Bewusstsein. Sie konnte ihren Fallschirm nicht mehr selbst öffnen – erst die automatische Auslösung verhinderte Schlimmeres. Beim anschließenden Sinkflug streifte sie eine Hochspannungsleitung und stürzte in den Alten Rhein.
Zwei Schwimmer bargen die Frau aus dem Wasser und brachten sie ans Ufer, wo sie vom Rettungsdienst erstversorgt wurde. Sie erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und wurde ins Krankenhaus Dornbirn eingeliefert. Ihr Zustand galt als kritisch.
Zweite Beteiligte ebenfalls schwer verletzt
Auch die 48-jährige Deutsche verlor infolge der Kollision kurzzeitig das Bewusstsein, konnte ihren Hauptschirm jedoch noch selbst öffnen. Eine kontrollierte Landung gelang ihr nicht mehr: Im Bereich des Modellautoclubs Hohenems streifte auch sie eine Hochspannungsleitung und prallte aus rund zehn Metern Höhe auf den Boden.
Nach der Erstversorgung wurde sie mit schweren Verletzungen ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht. Laut Angaben befand sie sich außer Lebensgefahr.
Ermittlungen laufen
Beide Frauen waren nach dem Unfall nur eingeschränkt ansprechbar und konnten keine Angaben zum genauen Hergang machen. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch ordnete die Sicherstellung der verwendeten Fallschirme und Gurtzeuge an. Die Ermittlungen zur Unfallursache sind derzeit im Gange.
(VOL.AT)