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Hätten einige Opfer gar nicht dort sein dürfen? Viele offene Fragen nach Tragödie in Crans-Montana

Ob die Jugendlichen in Begleitung waren oder sich unrechtmäßig in der Bar aufhielten, wird nun ermittelt.
Ob die Jugendlichen in Begleitung waren oder sich unrechtmäßig in der Bar aufhielten, wird nun ermittelt. ©AFP
Nach dem verheerenden Brand in einer Bar in Crans-Montana wird nicht nur die Ursache des Feuers untersucht. Auch das Alter einiger Opfer rückt nun in den Fokus – und damit die Frage: Wer hätte dort überhaupt sein dürfen?
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Vierzig Menschen sterben in einer Silvesternacht, unter den Todesopfern sind viele junge Menschen – einige davon noch nicht einmal 16 Jahre alt.

Ein Detail, das nun nicht nur juristisch relevant wird, sondern auch emotional nachhallt. Denn es geht um eine einfache, aber brisante Frage: Hätten sie zu dieser Uhrzeit überhaupt in der Bar sein dürfen?

Klare Vorgaben im Gesetz

Die rechtliche Lage im Kanton Wallis ist eindeutig. Laut Gastgewerbegesetz dürfen Jugendliche unter 16 Jahren ab 22 Uhr nur in Begleitung ihrer Eltern oder einer offiziell beauftragten Begleitperson Bars und ähnliche Lokale betreten.

Verantwortlich für die Einhaltung dieser Regel ist nicht der Gast – sondern der Betreiber. Wer eine Bar führt, muss kontrollieren, wie alt die Besucher sind. Und er muss einschreiten, wenn Minderjährige ohne Begleitung auftauchen.

Ermittlungen laufen

Ob diese Vorgaben in Crans-Montana eingehalten wurden, ist derzeit noch unklar. Die Behörden halten sich bedeckt. Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud erklärte gegenüber dem Sender RTS: "Derzeit kann ich nicht sagen, ob die 14-Jährige berechtigt war, sich in der Bar aufzuhalten, oder ob sie in Begleitung war. Das wird die Untersuchung zeigen."

Acht der Todesopfer waren unter 16 Jahren – das geht aus den Zahlen der Walliser Kantonspolizei hervor. Damit stellt sich auch die Frage, ob mögliche Versäumnisse seitens des Barpersonals oder der Sicherheitsverantwortlichen vorliegen.

(Red.)

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