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Hafenpark Hard: Was hinter dem Umbau der Konzertmuschel steckt

Das Glas ist weg. Die Konzertmuschel wurde mit Holz verkleidet.
Das Glas ist weg. Die Konzertmuschel wurde mit Holz verkleidet. ©VOL.AT/Mayer
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Im Hafenpark Hard wurde die Konzertmuschel umgestaltet. Welche Änderungen geplant sind, was bereits genehmigt ist – und worüber noch entschieden wird.

Im Harder Hafenpark sorgen geplante Umbauarbeiten für Aufsehen. Laut Kundmachung der Bezirkshauptmannschaft Bregenz sind Änderungen an der Konzertmuschel sowie eine Erweiterung der Müll- und Lagerfläche vorgesehen. Eine mündliche Verhandlung ist für den 9. April angesetzt.

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Das Lokal HeavenSeven vom Hafen aus gesehen. ©VOL.AT/Mayer

Beim Lokalaugenschein zeigt sich, dass Teile der Maßnahmen bereits umgesetzt wurden. Die ursprünglich verglaste Konzertmuschel neben dem Lokal direkt am See ist mittlerweile mit Holz verkleidet. Auch im Bereich hinter dem Gebäude sind Vorbereitungen für eine künftige Müllstation erkennbar.

Kritik an der Entwicklung

Kritik kommt etwa vom ehemaligen Harder Gemeindepolitiker Anton Weber. Er verweist darauf, dass die Holzverkleidung bereits vor der anstehenden Verhandlung angebracht worden sei. Weber spricht von einer "scheibchenweisen Erweiterung" der Anlage – auch mit Blick auf die geplante Müllstation. Aus seiner Sicht werde das Areal nach und nach ausgebaut, was Auswirkungen auf das Ortsbild und die freie Sicht auf den See habe.

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Die Konzertmuschel wurde mit Holz verkleidet. ©VOL.AT/Mayer

Der Betreiber selbst wollte sich nicht offiziell äußern. Man wolle die Verhandlung abwarten, erklärte er. Er verwies darauf, dass es für die Änderungen an der Konzertmuschel eine bestätigte Bauanzeige vonseiten der Harder Sport- und Freizeitanlagen gab. Es sei ein Schulterschluss von Gemeinde, Betreiber und Behörde, um herauszufinden, unter welchen Umständen ein Konzertbetrieb hier funktionieren könne.

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So sieht es aktuell neben dem Lokal aus. ©VOL.AT/Mayer

Für das geplante Außenlager liegen teilweise bereits Genehmigungen vor. Hier sollen Leergebinde, Wertstoffe und Abfälle untergebracht werden. Für die Errichtung eines Zauns besteht nach aktuellen Informationen eine entsprechende Bewilligung. Weitere Genehmigungen – insbesondere für die Nutzung der Anlage – sind noch ausständig.

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Hier sollen weitere Außenlager-Flächen entstehen. ©VOL.AT/Mayer
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Die Kundmachung hängt auch beim Lokal. ©VOL.AT/Mayer

Anpassungen wegen Lärmschutz

Hintergrund der baulichen Änderungen ist ein behördliches Verfahren. In der Konzertmuschel finden seit rund zwanzig Jahren Veranstaltungen und Konzerte statt. Nach dem Neubau der Anlage war jedoch eine neue Betriebsanlagengenehmigung erforderlich. Dabei wurde der zulässige Schallpegel neu berechnet.

Konzerte sind weiterhin möglich, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Anpassungen an der Konzertmuschel stehen nach Angaben aus dem Umfeld des Projekts im Zusammenhang mit behördlichen Auflagen zum Lärmschutz. Ziel ist es, Veranstaltungen weiterhin durchführen zu können und gleichzeitig die Belastung für Anrainer zu reduzieren.

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Konzerte finden hier seit rund zwanzig Jahren statt. ©VOL.AT/Mayer
So sah die Konzertmuschel bisher aus. ©Lisa Meusburger

"Zur Einhaltung vorgegebener Lärmgrenzwerte (einerseits aus Sicht des Nachbarschaftsschutzes, andererseits aus ökologischen Gründen) war ursprünglich vorgesehen, bei der Konzertmuschel die Verglasung zwischen den hölzernen Binderstützen entsprechend zu ertüchtigen", heißt es auch in der BH-Kundmachung. Davon wurde Abstand genommen, stattdessen entstand eine Außenschale aus Holz.

Bürgermeister Martin Staudinger bei einem Pressegespräch. ©Alexandra Serra

Gemeinde: Verfahren korrekt abgewickelt

Aus Sicht der Gemeinde ist das baurechtliche Verfahren klar getrennt vom laufenden Verfahren der Bezirkshauptmannschaft zu betrachten.

Die Harder Sport- und Freizeitanlagen Betreibergesellschaft (SUFAB) habe als Eigentümerin einen Bauantrag für die Fassadenänderung gestellt, so Bürgermeister Martin Staudinger. Von der Gemeinde sei dann der Bescheid gekommen, dass die Fassade geändert werden dürfe. Für die Änderung der Konzertmuschel liegt somit ein entsprechender Baubescheid vor.

Das aktuelle Verfahren bei der Bezirkshauptmannschaft betrifft laut Staudinger hingegen die schalltechnische Prüfung. "Das sind zwei komplett getrennte Sachen", so das Gemeindeoberhaupt. Dabei gehe es darum, unter welchen Voraussetzungen Veranstaltungen künftig stattfinden können.

Der Lärmschutz sei bereits letztes Jahr Thema gewesen, so der Bürgermeister. Mit der neuen Fassade soll laut Staudinger künftig für Anrainer ein besserer Lärmschutz bestehen als durch das Glas. Ob eine wirkliche Verbesserung entstanden sei, werde die BH Bregenz feststellen und prüfen. Rein baurechtlich sei es nach Baugesetz entschieden worden, so Staudinger.

2025 erreichte eine Petition für den Erhalt der Konzertmuschel innerhalb kurzer Zeit mehrere hundert Unterstützer. Auslöser war eine neue Betriebsanlagengenehmigung in unmittelbarer Nähe, durch die Veranstaltungen plötzlich als problematisch bewertet wurden – trotz 25-Jähriger Nutzung für Konzerte.

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Die Änderungen an der Konzertmuschel waren korrekt genehmigt. ©VOL.AT/Mayer

(VOL.AT)

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