Im Jahr 2024 wurden insgesamt 615 Männer in Vorarlberg wurden zum Grundwehrdienst im Bundesheer einberufen. Davon werden jedoch nur rund 290 ihren Dienst in Vorarlberg selbst leisten können. Die restlichen Grundwehrdiener müssen in andere Bundesländer ausweichen, hauptsächlich nach Salzburg. Dies geht aus einer Anfragebeantwortung von Landesrat Christian Gantner (ÖVP) an die Freiheitlichen hervor.
Dieses Jahr ist das Verhältnis nahezu ausgeglichen, was den Anteil der in Vorarlberg und in Salzburg stationierten Grundwehrdiener betrifft. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied. 2023 konnten zwei Drittel der Vorarlberger Grundwehrdiener ihren Dienst in einer der Vorarlberger Kasernen ableisten, während nur etwa ein Viertel nach Salzburg abkommandiert wurde. Ein kleinerer Teil der Rekruten wurde zudem nach Tirol und Wien verlegt. Diese nahezu ausgeglichene Aufteilung zwischen Vorarlberg und Salzburg ist auch für das Jahr 2025 geplant.
Mehr Frauen beim Bundesheer: Freiwilliger Grundwehrdienst ohne Verpflichtung
Seit gut eineinhalb Jahren haben auch Frauen die Möglichkeit, einen freiwilligen Grundwehrdienst beim Bundesheer zu absolvieren. In Vorarlberg haben bisher fünf Frauen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Vier von ihnen absolvierten zumindest einen Teil ihres Dienstes in Vorarlberg.
Deutlicher Anstieg bei Zivildienern
Neben dem Grundwehrdienst gibt es in Vorarlberg auch die Möglichkeit, den Zivildienst zu wählen. Im Jahr 2023 entschieden sich insgesamt 718 Wehrpflichtige für diesen alternativen Dienst. Dies stellt einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu 2022 dar, als 588 Männer den Zivildienst wählten.
Auch im Jahr 2024 bleibt das Interesse am Zivildienst hoch. Bis Anfang August haben sich bereits 504 Wehrpflichtige für diese Form des Dienstes gemeldet.
(VOL.AT)