Am Samstag startet die Baseball-Bundesliga 2026 mit einem echten Kracher: Die Hard Bulls empfangen die Dornbirn Indians in einem Double-Header (13 und 15.30 Uhr) zum prestigeträchtigen Ländle-Derby. Für beide Teams markiert dieses Duell nicht nur den Auftakt in die neue Spielzeit, sondern auch eine erste Standortbestimmung in einer Saison mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Gemeinsam stark
Im Fokus stehen dabei auch zwei Brüderpaare: Aufseiten der Hard Bulls stehen Laurin (19) und Jonas Schedler (16) gemeinsam im Kader. "Es ist schon sehr cool. Man hat noch eine Gemeinsamkeit mehr und es macht riesig Spaß, gemeinsam am Feld zu stehen. Und wenn ich einmal meine Trainingssachen vergesse, kann ich mich immer auf Jonas verlassen", erzählt Kapitän Laurin Schedler. Gleichzeitig bleibt der sportliche Ehrgeiz bestehen: "Natürlich will man besser sein als der eigene Bruder."
Auch bei den Dornbirn Indians spielt die Familie eine Rolle: Yanik Mäser (22) kennt die Situation, mit seinem Bruder Luca (25) im Team zu stehen, auch wenn dieser aktuell pausiert und bei einer Hundeauffangstation in Portugal mitarbeitet. "Es hilft einfach, wenn du einen Ansprechpartner an deiner Seite hast. Wir versuchen, uns gegenseitig besser zu machen", sagt Mäser.
Junges Team mit viel Potenzial
"Es ist ein sehr besonderes Spiel. Es kommen mehr Fans, man kennt sich untereinander, es herrscht eine gesunde Rivalität", sagt Schedler über das Derby
Die Harder setzen weiterhin auf einen klaren Weg: viele junge Spieler, viel Potenzial, aber noch wenig Erfahrung. Das zeigte sich auch beim V-Cup am vergangenen Wochenende, wo man im Halbfinale an den Feldkirch Cardinals scheiterte und am Ende Rang drei belegte. "Es hätte auf jeden Fall besser laufen können", so Schedler, der dennoch optimistisch bleibt: "Ich hoffe, wir haben uns unser bestes Baseball fürs Wochenende aufgehoben."
Titel als klares Saisonziel
Auf der anderen Seite blicken die Dornbirn Indians mit viel Selbstvertrauen auf den Saisonstart. Der klare 11:0-Finalsieg im V-Cup gegen die Feldkirch Cardinals unterstreicht die Ambitionen des Vizemeisters. Seit 2018 erreichte Dornbirn jedes Jahr das Halbfinale, 2019 holte man den Meistertitel. Im vergangenen Jahr musste sich das Team erst im Finale den Wiener Neustadt Diving Ducks geschlagen geben.
Für 2026 haben die Indians ein klares Ziel gesetzt: "Wir wollen unbedingt Meister werden", sagt Mäser. Für ihn ist das Derby auch eine persönliche Rückkehr. Elf Jahre spielte er selbst im Harder Baseballpark, entsprechend emotional ist das Wiedersehen. "Ich freue mich sehr auf dieses Spiel und auf die Rückkehr ins alte Heimstadion sowie auf die Fans. Ich fühle mich dort immer noch willkommen."
Kleinigkeiten entscheiden
Sportlich sieht Mäser klare Faktoren für den Erfolg: "Ganz wichtig wird sein, einen starken Start zu erwischen, dass die Pitcher die Zone attackieren und wir jeden Fehler konsequent ausnützen." Auch Schedler ist sich der sportlichen Ausgangslage bewusst: "Nur wenn wir offensiv sowie defensiv unsere Topleistung bringen und jeder von uns an sein Leistungsmaximum herankommt, haben wir eine Chance."
Dass die Ziele in der Messestadt klar formuliert sind, macht Mäser abschließend noch einmal deutlich: "Der Titel steht über allem. Für mich wäre es eine erfolgreiche Saison, wenn ich die ganze Saison verletzt auf der Bank sitzen müsste und wir am Ende dennoch den Titel holen. Der Erfolg der Mannschaft steht über allem."
(VOL.AT)