Ein heftiges Unwetter hat am Sonntagabend den Ostteil des Bodensees erfasst und mehrere Boote in Seenot gebracht.
Ein heftiger Sturm hat am Sonntagabend den Ostteil des Bodensees erfasst und zahlreiche Rettungseinsätze ausgelöst. Ausgelöst wurde das Unwetter durch starke Gewitterzellen über der Ostschweiz. Bereits vor Eintreffen der Front waren entlang des Bodenseeufers die gelben Sturmwarnleuchten aktiviert worden. Sie warnen mit 90 Blinksignalen pro Minute vor starkem Wind und gefährlichen Bedingungen auf dem See.
Mehrere Boote gerieten in Schwierigkeiten
Vor der Therme in Lindau lief ein Segelboot auf Grund. Zeitgleich meldeten Einsatzkräfte in diesem Bereich ein manövrierunfähiges Motorboot. Die Feuerwehr Lindau, die Wasserwacht, das Technische Hilfswerk (THW) sowie Einsatzkräfte aus Österreich arbeiteten bei der grenzüberschreitenden Rettungsaktion zusammen. Beide Boote konnten gesichert werden, das Motorboot wurde anschließend in den Lindauer Hafen geschleppt.
Segelboot ans Ufer gedrückt
Ein weiterer größerer Einsatz spielte sich vor der Wasserburger Halbinsel ab. Dort riss sich ein Segelboot aufgrund des heftigen Sturms von seinem Bojenliegeplatz los und wurde durch den starken Wellengang ans Ufer gedrückt.
Die Feuerwehr Wasserburg und das THW Lindau sicherten das beschädigte Boot. Mithilfe eines Ladekrans wurde das Segelboot aus dem Wasser gehoben, um eine mögliche Umweltgefährdung durch austretenden Treibstoff im Bodensee zu verhindern.
Stundenlanger Einsatz ohne Verletzte
Insgesamt standen die Feuerwehren aus Lindau und Wasserburg, die Wasserwacht, das THW Lindau sowie österreichische Einsatzkräfte mehrere Stunden im Einsatz. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt.
(VOL.AT)