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Heimtückische Lawinenlage in Vorarlberg – Experten warnen eindringlich

Lawinenwarnstufe 3 in Vorarlberg: Heimtückische Gefahr am Wochenende. (Symbolbild)
Lawinenwarnstufe 3 in Vorarlberg: Heimtückische Gefahr am Wochenende. (Symbolbild) ©APA
Vor dem anstehenden Wochenende hat der Vorarlberger Lawinenwarndienst am Freitag noch einmal eindringlich auf das heuer "außergewöhnliche und heimtückische" Altschneeproblem aufmerksam gemacht. Die untere Schwachschicht in der Schneedecke bestehe weiterhin.

Diese sei überdeckt von vielerorts mächtigen, gut gesetzten Schneemassen, beides Voraussetzungen für Schneebrettlawinen. Dazu brauche es nur noch einen Auslöser und einen über 30 Grad steilen Hang, so die Warnung.

Während der vergangenen Tage mit viel Niederschlag und Wind gab es viele spontane Lawinen, Auslöser war zumeist die Zusatzbelastung durch Trieb- und Neuschnee. "In der kommenden Zeit werden die Wintersportler und Tourengeher die primären Auslöser sein", hieß es. Die Verschnaufpause mit weniger Abgängen der vergangenen Tage heiße nicht, dass die Gefahr vorüber sei, "sondern zeigte lediglich, dass noch nicht viele Tourengeher unterwegs waren".

Fernauslösungen möglich, Steilhänge meiden

Im Flachen können Lawinen auch fernausgelöst werden, "besonders fatal, wenn sich der fernausgelöste Hang oberhalb der eigenen Route befindet". Bei einer Auslösung komme es zunächst zu einem Bruch in der Schwachschicht der Schneedecke, in der Folge könne sich dieser rasant in alle Richtungen, auch hangaufwärts, ausbreiten. Solche Brüche könnten leichter ausgelöst werden, wenn sich die Schwachschicht näher an der Oberfläche befinde. Man warne daher zur Zeit besonders vor Übergängen von viel zu wenig Schnee und generell vor schneearmen Stellen. "Dort ist die Wahrscheinlichkeit am größten, einen Auslösepunkt zu treffen", so die Experten.

"Wumm-Geräusche und Risse in der Schneedecke sind deutliche Gefahrenzeichen"

Man dürfe sich nicht in Sicherheit wiegen, wenn der oberflächliche Schnee gut gesetzt wirke und es etwa bereits Spuren in einem Hang gebe. "Wumm-Geräusche und Risse in der Schneedecke sind deutliche Gefahrenzeichen", hieß es. Die Bedingungen erforderten weiter eine defensive Tourenplanung und Routenwahl. "Wir empfehlen also ganz klar, große Steilhänge in denen das Altschneeproblem existiert, zu vermeiden", so der Lawinenwarndienst. Besonders betroffen seien Lagen oberhalb von 2.000 Metern. Mit der tageszeitlichen Erwärmung können sich aus Sonnenhängen spontan Lawinen lösen. Für Samstag ist in Vorarlberg verbreitet Lawinenwarnstufe drei auf der fünfteiligen Skala prognostiziert.

(APA)

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