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Heizungstausch: Vorarlberg bleibt beim Öl Schlusslicht

©ABD0079_20241016 - LEIPZIG - DEUTSCHLAND: ARCHIV - 26.02.2024, Sachsen, Leipzig: Der Thermostatkopf einer Heizung steht auf Stufe drei. (zu dpa: ÇGaspreise bei Sachsenenergie im Winter stabilÈ) Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. - FOTO: APA/dpa/Hendrik Schmidt
In Vorarlberg setzen weiterhin tausende Haushalte auf Öl und Gas. Eine Analyse zeigt: Beim Umstieg auf Pelletheizungen liegt das Land österreichweit fast am Ende – mit spürbaren Mehrkosten für die Bevölkerung.

Vorarlberg hinkt beim Heizungstausch hinterher

Während andere Bundesländer beim Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme deutlich vorlegen, bleibt Vorarlberg Schlusslicht – zumindest fast. Laut einer aktuellen Analyse des Branchenverbands proPellets Austria wurden im vergangenen Jahr im Ländle lediglich 0,84 neue Pelletheizungen pro 1.000 Haushalte installiert. Nur Wien liegt noch darunter.

Zum Vergleich: In der Steiermark – dem Spitzenreiter – waren es 7,4 Anlagen pro 1.000 Haushalte. Auch Tirol (2,9) und Salzburg (3,2) schneiden deutlich besser ab als Vorarlberg, liegen aber ebenfalls im hinteren Drittel.

Österreichweit wurden im Vorjahr insgesamt 18.032 neue Pelletheizungen installiert.

Millionenkosten für Vorarlberger Haushalte

Die Folgen dieser Zurückhaltung sind laut Analyse auch finanziell spürbar: Rund 30.000 Haushalte in Vorarlberg heizen weiterhin mit Öl oder Gas. Im Vergleich zu modernen Pelletheizungen entstehen dadurch Mehrkosten von insgesamt mehr als 72 Millionen Euro.

©APA/dpa/Jens Büttner

In der Steiermark zeigt sich ein anderes Bild: Dort sparen jene 4.200 Haushalte, die im Vorjahr auf Pellets umgestiegen sind, zusammen über zehn Millionen Euro an Heizkosten im Vergleich zu Öl.

„Es ist unverständlich, dass so viele Haushalte in Westösterreich nach wie vor viele Millionen mit Öl- und Gasheizungen ‚verbrennen‘, statt auf nachhaltige Energie aus Österreich zu setzen“, heißt es von Seiten des Branchenverbands. Ein einzelner Haushalt könne aktuell mehr als 2.400 Euro pro Jahr sparen – „das ist ein ganzes Netto-Monatsgehalt“.

Auch fürs Klima relevant

Neben den Kosten spielt auch der Klimaschutz eine zentrale Rolle: Laut einer Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer Steiermark spart eine Pelletheizung über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg rund 197 Tonnen CO₂ im Vergleich zu einer Ölheizung. Die 18.032 neu installierten Anlagen des vergangenen Jahres bedeuten demnach eine Einsparung von insgesamt rund 3,5 Millionen Tonnen CO₂ über die kommenden 20 Jahre.

Förderungen vorhanden – Nutzung bleibt gering

Trotz bestehender Förderprogramme für den Heizungstausch bleibt die Nachfrage im Westen Österreichs verhalten. Die Gründe dafür gehen aus der Analyse nicht im Detail hervor – klar ist jedoch: Vorarlberg hat beim Umstieg auf nachhaltige Heizsysteme erheblichen Aufholbedarf.

(VOL.AT)

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