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Heraf-Aus in Bregenz trifft auch die Kaderplanung

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SW Bregenz trennt sich von Andreas Heraf. Brisant ist nicht nur der Zeitpunkt, sondern auch seine zweite Rolle im Verein.

Nach nur sieben Monaten ist die zweite Amtszeit von Andreas Heraf bei Schwarz-Weiß Bregenz wieder beendet. Der 58-Jährige muss nach der missglückten Saison gehen, obwohl er zuletzt auch als Sportchef die Kaderplanung verantwortete.

Die Hoffnung auf einen Neustart am Bodensee hielt nur wenige Monate. Schwarz-Weiß Bregenz hat sich am Montagvormittag mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Andreas Heraf getrennt. Nach einem "offenen, ehrlichen und konstruktiven Gespräch" zwischen Obmann Thomas Fricke und dem 58-Jährigen zog der Zweitligist einen Schlussstrich unter eine Saison, die sportlich nie wirklich in ruhiges Fahrwasser kam.

Vor wenigen Wochen hatte Andreas Heraf in Bregenz noch zusätzliche Verantwortung übernommen. Nun beginnt die Suche von vorne. ©GEPA

Dabei war Heraf erst am 13. Oktober 2025 als Retter zurückgeholt worden. Er übernahm das Traineramt damals von Tugberk Tanrivermis, dessen Engagement gerade einmal zwölf Tage dauerte und einem Missverständnis glich. Für Heraf war es bereits die zweite Amtszeit in Bregenz – doch diesmal blieb der erhoffte Umschwung aus.

Drei Siege in 21 Spielen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In 21 Pflichtspielen unter Heraf holte SW Bregenz lediglich drei Siege. Dazu kamen fünf Unentschieden und 13 Niederlagen. Der Punkteschnitt lag bei nur 0,67 Zählern pro Partie.

Der gewünschte Turnaround wurde nicht geschafft. ©GEPA

Vor allem die Defensive präsentierte sich in vielen Spielen anfällig, offensiv fehlte es oft an Durchschlagskraft und Konstanz. Zwar zeigte die Mannschaft phasenweise Moral, wirklich stabil wirkte der Traditionsclub aber selten.

Umso bemerkenswerter ist das Timing der Trennung: Erst vor rund zwei Monaten hatte Heraf zusätzlich die Aufgaben von Sportchef Predrag Zivanovic übernommen. Damit war er nicht nur Trainer, sondern auch maßgeblich für Transfers und die Kaderzusammenstellung verantwortlich.

Nun endet das Kapitel abrupt.

Andreas Heraf ist nicht mehr Trainer von SW Bregenz. ©GEPA

Verein spricht von "sportlichem Neustart"

In der offiziellen Aussendung bedankt sich der Verein ausdrücklich für Herafs Einsatz in einer "äußerst schwierigen Phase".

"Trotz aller Bemühungen auf einen erhofften Turnaround konnte die gewünschte sportliche Wende leider nicht erreicht werden. Deshalb hat der Verein die Entscheidung getroffen, dass es für die neue Saison einen sportlichen Neustart braucht", erklärte der Vorstand.

Trainer und Sportchef gesucht

Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf die neue Saison bereits auf Hochtouren. Laut Vereinsführung soll möglichst innerhalb der kommenden ein bis zwei Wochen ein Nachfolger präsentiert werden.

Gesucht werden dabei sowohl ein neuer Trainer als auch ein sportlicher Leiter. Eine Personalunion – also beide Funktionen in einer Hand – sei derzeit allerdings nicht geplant.

Damit steht SW Bregenz erneut vor einem Sommer des Umbruchs. Nach mehreren Trainerwechseln, sportlicher Unruhe und einer enttäuschenden Saison soll nun ein kompletter Neustart gelingen.

(VOL.AT)

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