Eine eingeschränkte Herzfunktion wirkt sich auf den gesamten Organismus aus, da Organe nicht mehr ausreichend mit Blut und Nährstoffen versorgt werden. In Österreich leiden schätzungsweise rund 300.000 Personen an Herzinsuffizienz. In Vorarlberg sind etwa 11.000 Menschen betroffen.
Aufgrund der steigenden Lebenserwartung ist insbesondere bei Menschen über 75 Jahren ein weiterer Anstieg zu verzeichnen. Fachleute sehen daher einen zunehmenden Bedarf an integrierten Versorgungslösungen. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit einer Herzschwäche entsprechend zu schulen und das Selbstmanagement zu fördern.
Konsequente Betreuung
Lara-Marie Hofmann von der Inneren Medizin I im LKH Feldkirch hat eine entsprechende Weiterbildung absolviert. Als HerzinsuffizienzNurse verfügt sie über erweiterte Kompetenzen in der Schulung und Begleitung Betroffener. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Telemedizin. Welche Auswirkungen eine Herzschwäche hat, wie die Behandlung erfolgt und welchen Beitrag das telemedizinische Angebot leisten kann, erläutern Oberarzt Philipp Hörmann und DGKP LaraMarie Hofmann beim MedKonkretVortrag am kommenden Dienstag, 20. Jänner 2026, ab 18 Uhr online. Die Teilnahme ist frei. Medikamente können den Krankheitsverlauf einer Herzinsuffizienz zwar positiv beeinflussen, eine vollständige Heilung ist jedoch nicht möglich. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und konsequente Betreuung, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Eine Herzschwäche entsteht häufig infolge eines akuten Herzinfarkts oder einer chronischen Durchblutungsstörung des Herzens. Auch Bluthochdruck, Herzmuskelentzündungen oder Herzklappenerkrankung zählen zu den möglichen Ursachen. Da die chronische Herzinsuffizienz anfangs oft nur geringe oder unspezifische Symptome verursacht, bleibt sie mitunter lange unerkannt. Im weiteren Verlauf verschlechtern sich jedoch die Beschwerden, die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt ab, und es kann unter anderem zu Atemnot kommen.
Geräteset und Schulung
Auf der Inneren Medizin I im LKH Feldkirch gibt es ein Team von fünf Herzinsuffizienz-Nurses, das auch telemedizinisch arbeitet. „Die Patientin oder der Patient wird stationär aufgenommen, dort umfassend abgeklärt und entsprechend behandelt. Erfüllt sie oder er die Einschlusskriterien, erfolgt die Aufnahme in das telemedizinische Projekt“, erklärt Lara-Marie Hofmann. Anschließend wird ein Geräteset ausgehändigt und es erfolgt eine Schulung. Dann werden über einen Zeitraum von drei Monaten täglich Vitalparameter gemessen, das Körpergewicht dokumentiert und die Werte an eine HerzinsuffizienzNurse übermittelt. Diese überprüft die Daten und kann bei Verschlechterungen rasch handeln. Die organisatorischen und fachlichen Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen, und der Start des Projekts steht unmittelbar bevor. Über die konkrete Umsetzung informiert MedKonkret am kommenden Dienstag.
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MED KONKRET
HERZ IN NOT Die neue Telemedizin hilft vor Ort
VORTRAGENDE OA Philipp Hörmann, DGKP Lara-Marie Hofmann, Innere Medizin I, LKH Feldkirch
TERMIN Dienstag, 20. Jänner 2026, ab 18 Uhr online
Die Teilnahme ist frei.