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Hier werden in Vorarlberg Schwangerschaftsabbrüche angeboten

Das Land hat eine Lösung für das Angebot von Schwangerschaftsabbrüchen gefunden.
Das Land hat eine Lösung für das Angebot von Schwangerschaftsabbrüchen gefunden. ©VOL.AT, Canva
Am Mittwoch präsentierte das Land Vorarlberg die neuen Pläne für das Angebot von Schwangerschaftsabbrüchen.

Landeshauptmann Markus Wallner hat am Mittwochnachmittag verkündet, dass es im LKH Bregenz künftig eine Privatordination geben wird, wo Schwangerschaftsabbrüche angeboten werden sollen. Wallner betonte im Rahmen einer Pressekonferenz mehrfach, dass er sich eine Lösung außerhalb der Landeskrankenhäuser gewünscht hätte. Es habe aber keine Möglichkeit für ein Angebot im niedergelassenen Bereich gegeben, Schwangerschaftsabbrüche überhaupt nicht anzubieten sei indes auch keine Alternative gewesen.

720 Euro für Schwangerschaftsabbruch

Ein Schwangerschaftsabbruch wird im LKH Bregenz 720 Euro kosten - eine finanzielle Unterstützung durch das Krankenhaus oder das Land werde es nicht geben, so Landesrätin Martina Rüscher. Betroffene können zwecks Termin im LKH anrufen, dann gibt es ein ärztliches Aufklärungsgespräch sowie die Möglichkeit einer Betreuung durch das IfS. Der Eingriff erfolgt dann einige Tage später. Der volle Rechnungsbetrag muss vor der Durchführung überwiesen werden, wenn sich die Frau gegen einen Abbruch entscheidet, wird das Geld zurückerstattet.

Reaktionen

Auch einige Landtagsparteien haben auf die Entscheidung reagiert. "Nun ist gewährleistet, dass es weiterhin eine Möglichkeit für sichere Schwangerschaftsabbrüche im Land gibt", so VP-Frauensprecherin Gabriele Graf in einer Aussendung. Auch Landesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) befürwortet die Entscheidung. "Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt für das Recht auf Selbstbestimmung und die Gesundheit von Frauen in Vorarlberg." Auch NEOS-Klubobmann Johannes Gasser findet lobende Worte. "Der heutige Tag markiert einen Meilenstein im Kampf für das Selbstbestimmungsrecht der Vorarlbergerinnen."

Am Vormittag hat Mario Leiter bei einer Pressekonferenz auf die Dringlichkeit eines entsprechenden SPÖ-Antrags hingewiesen, in dem die SPÖ die Möglichkeit auf Schwangerschaftsabbrüche an Landeskrankenhäusern forderte.

Mario Leiter: "Ein Zeichen für die Selbstbestimmung der Frau"

"Der heutige Tag ist ein sehr guter für Vorarlberg: Seit Wochen und Monaten setzen wir Sozialdemokraten uns für eine Lösung beim Thema Schwangerschaftsabbrüche ein. Dass diese nun in Vorarlbergs Landeskrankenhäusern durchgeführt werden können, ist ein wichtiger Erfolg und ein Zeichen für die Selbstbestimmung aller Frauen im Ländle. Wir sind stolz darauf, dass die Landesregierung heute unserem Druck nachgegeben hat und in dieser Frage einlenkt“, zeigt sich SPÖ-Vorsitzender Mario Leiter erfreut.

(VOL.AT)

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