Hinter „LILEMUT“ steckt ein Projekt, das den Bregenzerwald verändern will
Wofür steht eigentlich „LILEMUT“?
Sie sind bunt und bewegen sich. Fast menschengroße Buchstaben, die den Begriff "LILEMUT" bilden, stehen an der L200 und sind nicht zu übersehen. VOL.AT hat mit den Initiatoren gesprochen und nachgefragt, was hinter der Aktion steckt und welche Pläne noch folgen sollen.
Nicht nur ein Kunstprojekt
Die großen Schriftzüge tragen den Namen "LILEMUT" und stehen für "Lieben, Leben, Mut zur Vielfalt". Dahinter steckt eine Initiative rund um die Kulturmeile Alberschwende, die sich für Offenheit, Vielfalt und die Sichtbarkeit queeren Lebens im Bregenzerwald einsetzt. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Regio Bregenzerwald, dem Kulturverein Bahnhof Andelsbuch, dem Kulturforum Bregenzerwald, dem Frauenmuseum Hittisau, dem Café am Waldrand sowie weiteren Partnern.
Weitere Schriftzüge entstehen bereits
Wer glaubt, dass es bei den bisher sichtbaren Installationen bleibt, irrt. Künstler Manfred Stadelmann arbeitet bereits an weiteren Exemplaren. "Ich komme gerade vom Malen", erzählt er im Gespräch mit VOL.AT. Insgesamt sollen sieben Schriftzüge in unterschiedlichen Größen entstehen.
Während die großen Versionen an verschiedenen Standorten aufgestellt werden, sollen kleinere Varianten künftig auch in Schaufenstern im gesamten Bregenzerwald zu sehen sein. Die Installationen werden dabei nicht dauerhaft an einem Ort bleiben. Geplant ist, dass sie von Vorderwald bis Hinterwald durch die Region wandern und über einen längeren Zeitraum präsent bleiben.
Veranstaltungen über mehrere Jahre geplant
Der Schriftzug ist nur ein Teil des Projekts. Den Auftakt bildet ein Open-Air-Konzert am 27. Juni in Alberschwende. Bereits einen Tag zuvor lädt das Frauenmuseum Hittisau zu einer Veranstaltung zum Thema Scham.
Weitere Formate sollen in den kommenden Monaten folgen. Zudem wurde eine gemeinsame Grundlage für das Projekt erarbeitet, die bei der Eröffnungsveranstaltung vorgestellt werden soll. Nach Angaben der Initiatoren ist die Initiative auf mindestens zwei Jahre angelegt.
"Ein ständiger Prozess"
Die bisherigen Reaktionen auf die Initiative seien überwiegend positiv ausgefallen. Das motiviere die zahlreichen Ehrenamtlichen, die hinter dem Projekt stehen.
"Das Thema wird nie enden. Es ist ein ständiger Prozess", sagt Stadelmann. "Wichtig sind Akzeptanz, Anerkennung und Wertschätzung." Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und Terminen finden Interessierte auf der Website www.lilemut.at sowie auf den dazugehörigen Social-Media-Kanälen.
(VOL.AT)