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Historische Partnerschaft: Zwei Burgen schreiben ihre Geschichte gemeinsam weiter

Schattenburg und Waldburg starten grenzüberschreitende Kooperation ©Stiplovsek Dietmar

Die Waldburg in Baden-Württemberg und die Schattenburg in Feldkirch schlagen ein neues Kapitel der grenzüberschreitenden Kulturarbeit auf.

Die Waldburg bei Ravensburg und die Schattenburg in Feldkirch arbeiten künftig enger zusammen. Die Kooperation soll die mittelalterliche Geschichte des Bodenseeraums stärker in den Mittelpunkt rücken und Besuchern auf beiden Seiten der Grenze neue kulturelle Angebote bieten.

Die Verbindung der beiden Burgen ist dabei keineswegs zufällig. Bereits im Mittelalter bestanden enge politische und familiäre Beziehungen zwischen den Adelsgeschlechtern der Truchsessen von Waldburg und den Grafen von Montfort. Diese historischen Verbindungen wollen die Verantwortlichen nun wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Ausstellungen und Veranstaltungen geplant

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen gemeinsame Ausstellungen, kulturhistorische Veranstaltungen sowie eine Partnerkarte, die Vergünstigungen beim Besuch beider Museen ermöglicht.

Den Auftakt macht am 6. August eine Kunstausstellung auf der Waldburg. Unter dem Titel "Zwischen Kerker und dem Hauch von Freiheit – ein künstlerischer Blick" setzen sich Künstler mit dem Thema Freiheit auseinander. Organisiert wird die Ausstellung vom Ravensburg-Weingartener Kunstverein. Ab April 2027 wird sie in überarbeiteter Form auch auf der Schattenburg in Feldkirch gezeigt.

Auch die beliebten Rittertage werden künftig Teil der Zusammenarbeit. Während die Veranstaltung traditionell rund um den Tag der Deutschen Einheit auf der Waldburg stattfindet, soll sie künftig eine Woche später auch auf der Schattenburg veranstaltet werden.

Netzwerk soll weiter wachsen

Für Max Haller, Betreiber der Waldburg, ist die Kooperation erst der Anfang. Die Idee sei aus langjährigen Kontakten zwischen den Verantwortlichen beider Burgen entstanden, wie die "Schwäbische" zunächst berichtet.

"Ich bin mit zahlreichen anderen Burgen in Kontakt", sagt Haller. "Ich kann mir gut vorstellen, dass sich daraus ein internationales Netzwerk entwickelt."

Langfristig sollen weitere Burgen, Museen und Kulturbetriebe aus der Bodenseeregion eingebunden werden. Ziel sei es, das gemeinsame kulturelle Erbe sichtbarer zu machen und die Zusammenarbeit über Länder- und Institutionsgrenzen hinweg auszubauen.

Die Schattenburg zählt mit mehr als 39.000 Besuchern pro Jahr zu den bedeutendsten Museen Vorarlbergs und gilt als Wahrzeichen Feldkirchs. Gemeinsam mit der Waldburg soll sie künftig noch stärker als Teil eines grenzüberschreitenden Kulturraums wahrgenommen werden.

(VOL.AT)

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