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HTL-Talente überzeugen mit Innovationsgeist und Praxisnähe

Beim HTL-Diplomarbeiten-Award in Bregenz präsentierten Schülerinnen und Schüler ihre besten Maturaprojekte. Wirtschaft und Politik zeigten sich beeindruckt - und machten deutlich: Gut ausgebildete HTL-Absolventen sind gefragter denn je. Die besten technischen Nachwuchstalente Vorarlbergs standen kürzlich in der HTL Bregenz im Mittelpunkt. Beim HTL-Diplomarbeiten-Award präsentierten Schülerinnen und Schüler ihre Abschlussprojekte vor Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Bildung - und bewiesen eindrucksvoll, wie praxisnah und innovativ technische Ausbildung heute ist. Die Bandbreite der Projekte reichte von Automatisierungstechnik und chemischen Anwendungen bis hin zu Tiefbauprojekten, Helikoptersimulatoren und modernen Robotersystemen. Bewertet wurden unter anderem die Zukunftsfähigkeit der Ideen, die technische Umsetzung und die Professionalität der Präsentationen. Lösungen für reale Probleme Projekte mit direktem Nutzen für Unternehmen waren besonders gefragt. So entwickelten etwa Noah und Matteo von der HTL Bregenz eine Anlage, die Mitarbeitende beim körperlich belastenden Biegeprozess eines Blechpakets unterstützt. „Das Problem ist, das Blechpaket ist sehr kraftintensiv zu biegen. Deshalb haben wir uns für eine Lösung mit pneumatischen Zylindern entschieden", sagt Noa. So könne man die Mitarbeiter entlasten. Die Arbeit an der Diplomarbeit sei intensiv gewesen. „Es war extrem anstrengend, aufwendig und zeitintensiv, aber es hat zugleich extrem Spaß gemacht“, so Noa. Neben der technischen Umsetzung hätten sie auch das Projektmanagement, die Fertigungsplanung und den Einkauf kennengelernt und erfahren, was es wirklich heißt, ein Projekt umzusetzen. Auch die HTL Dornbirn überzeugte mit praxisnahen Ideen. Ein Team entwickelte eine Automatisierungslösung für den Backbereich. Osama und Mehmet beschäftigten sich mit der Analyse von Klärschlamm. "Es ging darum, Klärschlamm in Lösungen zu bringen, damit wir es messen können", so Mehmet. Ebenso Ziel war es, Messungen zuverlässiger zu machen und fehlerhafte Ergebnisse künftig zu vermeiden. "Da gab es früher Probleme". Dies solle nun verhindert werden können. Wirtschaft sucht dringend Fachkräfte Ein Satz war während der Veranstaltung deutlich zu hören: „HTL-Absolventen gehen weg wie warme Semmeln". Tatsächlich gelten technische Fachkräfte in Vorarlberg seit Jahren als besonders gefragt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Viele Diplomarbeiten entstehen direkt aus Praktika oder konkreten Problemstellungen aus der Industrie. „Durch die Diplomarbeit bekommen die Schülerinnen und Schüler erstmals richtig Verantwortung und müssen ein Problem selbst lösen“, so Hannes Hermann, Kuratoriumspräsident der HTL Dornbirn. Gleichzeitig könnten Unternehmen potenzielle Mitarbeiter früh kennenlernen. Das sei für die Wirtschaft enorm wertvoll. Niveau auf Hochschulstandard Auch die Jury zeigte sich beeindruckt vom Niveau der Arbeiten. „Da sind Arbeiten dabei, die man vielleicht vor 15 oder 20 Jahren eher in einem Bachelor- oder Masterstudium gefunden hätte“, so Hermann. Auch Marcus Comploj, CEO der Getzner Holding, war begeistert: "Die Latte ist sehr hoch". Vorarlberg brauche Nachwuchstalente und junge Fachkräfte, die wissen, wie man mit moderner Technologie umgehe. Damit die Ausbildung technisch auf dem neuesten Stand bleibt, investieren die Wirtschaftskammer Vorarlberg und das Land Vorarlberg jährlich mehr als 300.000 Euro in die Ausstattung der HTLs. Finanziert werden moderne Geräte und Technologien, die in Unterricht und bei Projekten eingesetzt werden. „Die HTLs leisten einen total wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung von morgen“, so Christina Marent, Vorständin der Abteilung Allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten im Amt der Vorarlberger Landesregierung. Moderne Infrastruktur sei entscheidend, um eine Ausbildung auf hohem Niveau anbieten zu können. Stolz auf die eigene Leistung Für die Schülerinnen und Schüler stand am Ende aber vor allem eines im Vordergrund: der Stolz auf die eigene Leistung. Nach Monaten intensiver Arbeit konnten die Teams ihre Projekte nicht nur präsentieren, sondern auch auszeichnen lassen. Und wie wird gefeiert? „Mit Mama und Papa“, meinte Noa aus dem Siegerteam. Und dann „einfach einmal die Ruhe genießen". Na dann Herzlichen Glückwunsch! (LÄNDLE TV)
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