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Hypomeeting setzt Maßstäbe in Nachhaltigkeit

©GEPA
Das Hypomeeting Götzis ist von World Athletics erneut für seine Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden. Das Jubiläumsmeeting 2025 erhielt die "Athletics for a Better World"-Auszeichnung in Gold.

Wenn sich Ende Mai die Weltelite der Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer im Mösle-Stadion misst, geht es um Punkte, Weltrekorde und Olympia- oder WM-Limits. Doch längst wird in Götzis auch abseits der Laufbahn gewertet. Und zwar streng.

In Götzis werden nicht nur sportlich neue Maßstäbe gesetzt. ©GEPA

Zum zweiten Mal in Folge hat World Athletics das Hypomeeting mit der Gold-Auszeichnung im Rahmen des Nachhaltigkeitsstandards "Athletics for a Better World" geehrt. Für das 50. Jubiläumsmeeting 2025 erhielt die Veranstaltung 106 von 120 möglichen Punkten. Mindestens 96 Punkte sind für Gold erforderlich, ab 108 Punkten winkt Platin. Diesen Status erhielten für 2025 bislang nur die WM in Tokio sowie die Oslo Bislett Games.

Ehrenamtliche Organisation holt 106 Punkte

Dass Götzis mit Weltklasse-Events wie Zürich oder Lausanne auf Augenhöhe agiert, ist keine Selbstverständlichkeit. Hinter dem Meeting steht ein ehrenamtliches Organisationskomitee. Unterstützt wird es von einem eigenen Nachhaltigkeitsteam aus vier weiteren Freiwilligen.

Das Hypomeeting lockt jedes Jahr tausende Besucherinnen und Besucher ins Götzner Möslestadion. ©GEPA

Gemeinsam arbeiten sie einen Kriterienkatalog mit 55 Handlungsfeldern ab. Dieser reicht von Beschaffung, Energie und Abfallmanagement über Mobilität und Unterkünfte bis hin zu Diversität, Inklusion, Gesundheit und Sicherheit. Auch die Einbindung von Partnern, Athletinnen und Athleten sowie der regionalen Bevölkerung ist Teil der Bewertung.

"Diese erneute Zertifizierung in Gold bestätigt unseren eingeschlagenen Weg. Nachhaltigkeit verstehen wir als ganzheitliche Aufgabe – von der Organisation über die Infrastruktur bis hin zum sozialen, gemeinschaftlichen Miteinander im Stadion und in der Region. Dass wir diesen Standard bereits seit 2024 umsetzen, zeigt unseren Anspruch, Verantwortung zu übernehmen und das Hypomeeting zukunftsorientiert weiterzuentwickeln", sagte OK-Präsidentin Alexandra Giesinger.

Für OK-Präsidentin Alexandra Giesinger ist Nachhaltigkeit wichtig für eine gelungene Veranstaltung. ©Hypomeeting Götzis

Mehr als nur CO₂

Seit 2024 setzt das Hypomeeting den vom Weltverband initiierten Standard um. Ab 2026 wird er für alle Veranstaltungen verpflichtend, die Teil einer World-Athletics-Serie sind, darunter auch die World Athletics Combined Events Tour auf Gold Level, zu der Götzis zählt.

Bereits 2019 wurde dem Hypomeeting der IAAF World Athletics Heritage Plaque verliehen. ©VN

Nachhaltigkeit bedeutet dabei mehr als Mülltrennung und einen möglichst kleinen CO₂-Fußabdruck. Es geht um langfristige Strukturen, transparente Abläufe und soziale Verantwortung. Um Fragen wie: Woher kommen Produkte? Wie reisen Teams an? Wie barrierefrei ist das Stadion? Und wie profitieren Region und Ehrenamt von einem global beachteten Sportereignis?

Gerade in Vorarlberg, wo das Hypomeeting seit Jahrzehnten tief in der Bevölkerung verankert ist, hat dieser Ansatz Gewicht. Das Mösle-Stadion wird an diesem Wochenende Jahr für Jahr nicht nur zur Bühne für Weltrekordjäger, sondern auch zum Schaufenster für verantwortungsvolle Veranstaltungsorganisation.

Nicht nur die Sportler jagen in Götzis Gold. ©Steurer

Ziel bleibt Gold, Blick geht Richtung Platin

Für das 51. Hypomeeting am 30. und 31. Mai 2026 hat sich das Organisationskomitee bereits das nächste Ziel gesetzt. Mindestens Gold soll es wieder werden. Und vielleicht rückt auch die Platin-Marke in Reichweite.

(VOL.AT)

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