Eine Marketing-Aktion aus Bregenz sorgt aktuell für Aufsehen: Ein Fahrradhändler bietet Geld für ein Tattoo seines Firmenlogos – der Betrag steigt täglich. Eigentlich als längerfristige Challenge gedacht, findet sich jedoch schon nach kurzer Zeit eine Teilnehmerin, die ernst macht und sich tatsächlich unter die Nadel legt. VOL.AT war dabei, als sich Simone Duh aus Lustenau das Firmenlogo für immer unter die Haut stechen lässt.
Challenge eskaliert schneller als gedacht
Was als gewagte Marketing-Idee beginnt, wird schneller Realität als erwartet. Marcel Egger, Geschäftsführer von "Zweirad Egger", startet in den sozialen Medien eine Challenge: Wer sich sein Firmenlogo tätowieren lässt, bekommt Geld. Der Betrag steigt dabei täglich. Gestartet wird bei 200 Euro, am zweiten Tag sind es bereits 280 Euro. Eigentlich rechnet Egger damit, dass es deutlich länger dauert. "Ich hätte gedacht, dass das erst bei 700 oder 800 Euro passiert", sagt er. Ein Limit nach oben hat er sich nicht gesetzt. Doch dazu kommt es nicht.
"I bin halt nid ganz bacho"
Simone Duh aus Lustenau meldet sich sofort – und zieht die Sache durch. Für sie ist der Schritt weniger außergewöhnlich, als viele vermuten würden. Um Geld geht es ihr dabei nicht in erster Linie. Die vierfache Mutter bezeichnet den Termin bei Tätowiererin und Freundin Mary vielmehr als "Me-Time". "Ich habe ungefähr 35 Tattoos", erzählt sie. Auch Firmenlogos sind für sie kein Neuland. Auf ihrem Körper befindet sich bereits ein weiteres. Duh arbeitet als Servicekraft im "Lausbuöb" in Lustenau – auch dieses Logo ließ sie sich ohne große Überlegung stechen. "I bin halt nid ganz bacho", meint sie.
Zwei Stunden, keine Schmerzen
Im Tattoo-Studio in St. Margrethen wird das Logo schließlich gestochen. Rund zwei Stunden dauert die Sitzung. Für Simone kein Problem. "Es war entspannend", sagt sie. Schmerzen habe sie keine gespürt. Auch langfristige Gedanken spielen für sie keine große Rolle. "Es ist nur Farbe auf der Haut." Bereuen wird sie ihre Entscheidung nicht. "Ich würde es jederzeit wieder machen."
(VOL.AT)