AA

Ich hab keine Ahnung von … Waldyoga: "Wenn sich im Gesicht was verändert"

Strobel/VOL.AT
Strobel/VOL.AT
Ein bisschen Yoga im Wald klingt nach Entspannung. Doch schon nach wenigen Minuten merkt man: Ganz so einfach ist das nicht. In der neuen Folge von "Ich hab keine Ahnung von …" probiert VOL.AT-Reporter Dennis Strobel Waldyoga aus – und kommt dabei schneller an seine Grenzen als erwartet.

Oberhalb von Dornbirn, unterhalb des Bödele, geht es für die Waldyoga-Session zunächst zu Fuß in den Wald. Schon der Weg dorthin ist Teil der Einheit. Zwischen Bäumen, Waldboden und Geräuschen verändert sich die Wahrnehmung – und genau darauf baut das Konzept auf. Bewegung, Atmung und Umgebung greifen ineinander und sorgen dafür, dass sich die Erfahrung deutlich von einer klassischen Yoga-Session unterscheidet. Was Dennis Strobel gemeinsam mit Yogalehrerin Anna Hartmann erlebt hat, ist im Video zu sehen.

Ankommen im Wald

Schon beim Aufstieg wird die Mischung aus Waldbaden und Yoga deutlich. Um anzukommen und sich zu erden, laufen Yogalehrerin und Reporter barfuß über den Waldboden. Der Weg führt weiter den Hang hinauf, bis zu einer ausladenden Yoga-Plattform mitten im Wald. Zunächst wird es still. Reporter und Lehrerin nehmen Platz, richten sich aus und konzentrieren sich auf Atmung und Umgebung. "Wir tauchen bewusst in die Waldatmosphäre ein und schauen, wie der Wald wirkt", erklärt Hartmann. Kleine Reize treten in den Vordergrund. Geräusche, Licht und Untergrund werden bewusster wahrgenommen, während sich die Einheit langsam entwickelt.

Schon die Barfuß-Aktion verbindet mit der Natur. ©Strobel7VOL.AT
Malerisch gelegen mit Blick auf den Bodensee, bietet die Plattform im Wald Platz für bis zu acht Teilnehmende. ©Strobel/VOL.AT

Bewegung mit Anspruch

Nach der ruhigen Phase geht es fließend in komplexere Bewegungen über. Die Übungen wirken zunächst kontrolliert, verlangen aber schnell Körperspannung und Konzentration. Halten, stabilisieren und bewusst ausführen stehen im Vordergrund. Für den Reporter, der sich zwar selbst als sportlich einschätzt, aber nicht maximal beweglich ist, gestalten sich die Übungen teilweise schwerer als gedacht. Immer wieder geht das Gleichgewicht verloren oder die Position kippt.

Die Bewegungen sind teils sehr komplex. ©Strobel/VOL.AT

Individuelle Wahrnehmung

Ein klar definiertes Ziel für den Ausgang einer Session gibt es nicht. Vielmehr geht es darum, sich auf die Situation einzulassen und die eigene Wahrnehmung zu schärfen. "Die Menschen kommen nach diesen zwei, zweieinhalb Stunden unten an und im Gesicht hat sich was verändert. Das ist eigentlich das Schönste an der Sache", sagt Hartmann.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Dornbirn
  • Ich hab keine Ahnung von … Waldyoga: "Wenn sich im Gesicht was verändert"