Oberhalb von Dornbirn, unterhalb des Bödele, geht es für die Waldyoga-Session zunächst zu Fuß in den Wald. Schon der Weg dorthin ist Teil der Einheit. Zwischen Bäumen, Waldboden und Geräuschen verändert sich die Wahrnehmung – und genau darauf baut das Konzept auf. Bewegung, Atmung und Umgebung greifen ineinander und sorgen dafür, dass sich die Erfahrung deutlich von einer klassischen Yoga-Session unterscheidet. Was Dennis Strobel gemeinsam mit Yogalehrerin Anna Hartmann erlebt hat, ist im Video zu sehen.
Ankommen im Wald
Schon beim Aufstieg wird die Mischung aus Waldbaden und Yoga deutlich. Um anzukommen und sich zu erden, laufen Yogalehrerin und Reporter barfuß über den Waldboden. Der Weg führt weiter den Hang hinauf, bis zu einer ausladenden Yoga-Plattform mitten im Wald. Zunächst wird es still. Reporter und Lehrerin nehmen Platz, richten sich aus und konzentrieren sich auf Atmung und Umgebung. "Wir tauchen bewusst in die Waldatmosphäre ein und schauen, wie der Wald wirkt", erklärt Hartmann. Kleine Reize treten in den Vordergrund. Geräusche, Licht und Untergrund werden bewusster wahrgenommen, während sich die Einheit langsam entwickelt.
Bewegung mit Anspruch
Nach der ruhigen Phase geht es fließend in komplexere Bewegungen über. Die Übungen wirken zunächst kontrolliert, verlangen aber schnell Körperspannung und Konzentration. Halten, stabilisieren und bewusst ausführen stehen im Vordergrund. Für den Reporter, der sich zwar selbst als sportlich einschätzt, aber nicht maximal beweglich ist, gestalten sich die Übungen teilweise schwerer als gedacht. Immer wieder geht das Gleichgewicht verloren oder die Position kippt.
Individuelle Wahrnehmung
Ein klar definiertes Ziel für den Ausgang einer Session gibt es nicht. Vielmehr geht es darum, sich auf die Situation einzulassen und die eigene Wahrnehmung zu schärfen. "Die Menschen kommen nach diesen zwei, zweieinhalb Stunden unten an und im Gesicht hat sich was verändert. Das ist eigentlich das Schönste an der Sache", sagt Hartmann.
(VOL.AT)