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"Ich habe eine Leere in mir" – Vorarlbergerin sucht verzweifelt ihren Nymphensittich

ZVG/VOL.AT
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Eigentlich wollte Selinay für ihr Haustier und besten Freund nur das Beste, sie brachte ihn in Gesellschaft und in ein scheinbar sicheres Umfeld. Jetzt meldet sie sich nach einem tragischen Vorfall mit einem emotionalen Appell an einen mutmaßlichen Dieb.

Mit der Hand aufgezogen

Für Selinay Uzun ist "Alp", so der Name des Vogels, nicht einfach nur ein Nymphensittich. Der kleine Vogel begleitete sie über Jahre hinweg, wurde von ihr mit der Hand aufgezogen und war Teil ihres Alltags. Jetzt ist er plötzlich verschwunden – und die Ungewissheit lässt sie nicht mehr los. Auf unglaubliche Weise verschwand der Vogel. Mit VOL.AT spricht Selinay Uzun im emotionalen Interview darüber, wie das passieren konnte.

Besitzerin todtraurig

"Ich habe eine Leere in mir. Es belastet mich voll", erzählt Selinay Uzun im Gespräch mit VOL.AT. Immer wieder kreisen ihre Gedanken darum, wie es Alp gerade geht. "Ob er weiterverkauft wurde. Oder ob er nach mir gesucht hat. Normalerweise ist er immer zu mir gekommen, wenn er Angst gehabt hat."

Der Nymphensittich war vor rund zweieinhalb Jahren als Küken zu ihr gekommen. "Ich habe ihn aufgezogen", erzählt die junge Rankweilerin. Über die Jahre entstand eine enge Bindung. Alp habe sie begrüßt, wenn sie von der Arbeit nach Hause gekommen sei und sogar begonnen, ein wenig zu sprechen. "Teils türkische oder deutsche Worte, er konnte sogar Lieder nachahmen", so Uzun.

Zuletzt befand sich der Vogel in einer Vogelzucht in Altenstadt. Dort sollte er mehr Kontakt zu anderen Vögeln bekommen, nachdem es zu Hause mit einem zweiten Tier nicht funktioniert hatte. Doch nur kurze Zeit später verschwand Alp gemeinsam mit mehreren weiteren Vögeln spurlos. Sowohl der Züchter, bei dem "Alp" unterkam, als auch Selinay sind sich sicher, es wurde eingebrochen.

Durch drei Türen ist der Täter gegangen, um dann sechs Vögel zu entwenden. ©Strobel/VOL.AT

Mehrere Türen überwunden

Besonders erschütternd für Selinay: Um überhaupt zu den Tieren zu gelangen, mussten laut ihren Schilderungen mehrere Türen überwunden werden. Insgesamt sollen sechs Vögel betroffen sein.

Auch der betroffene Züchter zeigt sich gegenüber VOL.AT erschüttert über den Vorfall. Nach dem Verschwinden der Tiere wolle er künftig Kameras installieren, um die Anlage besser zu überwachen. Zudem habe er entschieden, vorerst keine weiteren Tiere mehr aufzunehmen – vor allem keine wertvolleren Vögel. "Ich denke nicht, dass man den Täter findet", sagt der Züchter. Zur Polizei ging keiner der beiden.

Als "Alp" noch bei Selinay zu Hause wohnte, waren die beiden unzertrennlich. ©ZVG/VOL.AT

"Es geht mir nicht ums Geld"

Für Selinay Uzun zählt am Ende des Tages nur eines: Sie möchte ihren Vogel wieder zurück. Weder sie noch der betroffene Züchter können nachvollziehen, warum jemand Nymphensittiche stehlen sollte, die pro Tier lediglich einen Wert von rund 40 bis 50 Euro haben.

Die junge Frau richtet deshalb einen eindringlichen Appell an jene Person, die den Vogel möglicherweise mitgenommen hat: "Bitte melde dich. Auch anonym. Ich stelle keine Fragen. Ich möchte einfach nur meinen Vogel zurück."

Auch Personen, die den Vogel möglicherweise gesehen haben oder denen auffällige Nymphensittiche aufgefallen sind, werden gebeten, sich zu melden.

Unter diesen Kontaktdaten kann man sich bei Selinay Uzun melden. ©ZVG/VOL.AT

(VOL.AT)

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