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"Ich will meine Familie stolz machen" - Für seinen Traum lässt ein 17-Jähriger seine Heimat zurück

©ZVG/Strobel/VOL.AT

Er boxt, seit er zwölf Jahre alt ist, ordnet dem Sport alles unter und ließ mit 17 Jahren seine Heimat hinter sich, um seinen Traum zu verfolgen. VOL.AT hat den Feldkircher Florian Rama zum Interview getroffen.

Während andere 17-Jährige ihre Freizeit mit Freunden verbringen oder auf Partys gehen, bestimmt der Boxsport bei Florian Rama aus Feldkirch seit Jahren den Alltag. Für seinen Traum ließ er seine Heimat hinter sich und trainiert heute mit eiserner Disziplin in der kosovarischen Nationalmannschaft. VOL.AT hat den Nachwuchsboxer zum Interview getroffen und mit ihm über seinen außergewöhnlichen Weg, große Ziele und den Preis gesprochen, den er dafür bezahlt.

Vom Feldkircher Boxring in die Nationalmannschaft

"Ich habe mich direkt darin verliebt" – so schwärmt Rama vom Boxsport, nachdem er die ersten Jabs und Punches probiert hat. Nach ersten Stationen in Vorarlberg und später in der Schweiz entschied sich der heute 17-Jährige für einen ungewöhnlichen Schritt: Er zog alleine in den Kosovo, um dort seine Karriere voranzutreiben. Er ist in Österreich geboren, hat aber Wurzeln im Kosovo. Der Mut wurde belohnt – mittlerweile trainiert er in der kosovarischen Nationalmannschaft.

Harte Trainingseinheiten

Auch wenn Florian Rama mittlerweile einen Großteil seiner Zeit im Kosovo verbringt, sind Vorarlberg und besonders Feldkirch sein Zuhause. Regelmäßig pendelt der 17-Jährige zwischen Österreich und dem Kosovo, wo ein Teil seiner Familie lebt. Das alles zwischen harten Trainingseinheiten, die bis zu drei Mal am Tag stattfinden. Vor allem seine Tante im Kosovo und seine Familie in Österreich geben ihm dort den nötigen Rückhalt. "Dadurch ist es nicht so schwer, wie viele denken", sagt Rama.

Drei Kämpfe hat er in der Nationalmannschaft schon für sich entscheiden können. ©ZVG/VOL.AT

Ein klares Ziel vor Augen

Der Platz in der kosovarischen Nationalmannschaft ist für den Feldkircher nur eine Zwischenstation. Sein großes Ziel ist es, als Profi nach Österreich zurückzukehren und eines Tages auch die rot-weiß-roten Farben zu vertreten. "Ich bin hier geboren und lebe in Österreich. Es wäre schön, eines Tages auch Österreich repräsentieren zu dürfen", sagt Rama. Was ihn dabei antreibt, ist seit Jahren unverändert: "Ich will meine Familie stolz machen."

Zusammen mit seinem Trainingspartner Eymen Keskin trainiert er seit dem ersten Tag. ©Strobel/VOL.AT
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