"Ich wusste nicht, was los ist" - Nachbarin schildert Eindrücke nach Polizeieinsatz in Bregenz
Nach dem Großeinsatz in Bregenz am Samstagmittag hat eine unmittelbare Nachbarin des Einsatzortes ihre Eindrücke vom Polizeieinsatz geschildert.
"Ich wusste nicht, was los ist"
Am Samstagmittag kam es in Bregenz zu einem großen Polizeieinsatz. Mehrere Polizeistreifen sowie das Einsatzkommando Cobra standen aufgrund einer zunächst unklaren Bedrohungslage im Einsatz. Im Zuge der Amtshandlung kam es zu einer Schussabgabe.
Als unmittelbare Nachbarin des Einsatzortes hat Astrid Clemens den Polizeieinsatz in Bregenz aus nächster Nähe miterlebt. Nach eigenen Angaben sei sie zunächst nicht über den Einsatz informiert worden.
"Ich bin auf der Terrasse gesessen. Dann denke ich auf einmal: Da ist ja die Polizei. Was ist da los?", schildert sie. Als sie später bei den Einsatzkräften nachgefragt habe, habe sie nach eigenen Angaben zunächst keine Auskunft erhalten.
Schreie am Morgen wahrgenommen
Die Anwohnerin berichtet außerdem, sie habe bereits am Morgen Schreie aus der Nachbarschaft gehört. Diese seien ihr nach eigener Aussage nicht ungewöhnlich erschienen.
"Ich habe schon den ganzen Morgen den Nachbarn schreien gehört. Den hört man oft schreien. Ich habe gedacht, jetzt schreit er halt wieder", sagt sie.
Polizei habe zum Verbleib im Haus geraten
Nach ihren Angaben habe sie zunächst keine konkreten Anweisungen von den Einsatzkräften erhalten. Sie habe schließlich den Notruf 144 verständigt. Dort sei ihr geraten worden, ins Haus zu gehen und die Türen zu schließen.
Später habe ein Polizeibeamter ihr erklärt, dass man keine Informationen zum Einsatz geben könne und sie im Haus bleiben solle.
Vier Schüsse wahrgenommen
Astrid berichtet zudem, während des Einsatzes vier Schüsse gehört zu haben. "Vier Schüsse sind gefallen. Das habe ich mitgekriegt", sagt sie.
Erleichterung nach Ende des Einsatzes
Nachdem der Polizeieinsatz beendet gewesen sei, habe ein Beamter sie informiert, dass sie das Haus wieder verlassen könne. Sie beschreibt, dass sie zu diesem Zeitpunkt stark gezittert habe.
Sie habe den Beamten gefragt, ob er mit ihr einen Kaffee trinken könne. Dies habe dieser mit dem Hinweis auf dienstliche Vorgaben abgelehnt. Eine Umarmung sei jedoch möglich gewesen. "Das hat mir dann schon geholfen", sagt die Anwohnerin.
(VOL.AT)