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Im Gebirge von Gewitter überrascht: So verhalten Sie sich richtig

Gewitter im Gebirge: So schützen sich Bergsteiger richtig. ©Canva Pro

Gewitter zählen in der warmen Jahreszeit zu den größten Gefahren im alpinen Gelände. Vor allem oberhalb der Baumgrenze können Blitzschläge lebensbedrohlich werden.

Wer frühzeitig auf Wetterzeichen achtet und im Ernstfall richtig reagiert, kann das Risiko deutlich reduzieren.

Wetterentwicklung vor der Tour im Blick behalten

Gewitter entstehen im Sommer häufig innerhalb kurzer Zeit. Deshalb empfiehlt es sich, bereits vor jeder Bergtour den Wetterbericht zu prüfen und mögliche Umkehr- oder Ausweichmöglichkeiten einzuplanen.

Nicht jedes Gewitter kündigt sich deutlich an. Es gibt jedoch Anzeichen, die auf eine instabile Wetterlage hindeuten. Dazu zählen etwa feuchte, dunstige Morgenluft oder hoch aufragende Quellwolken, die sich im Tagesverlauf zu Gewitterwolken entwickeln können.

Sobald die ersten Anzeichen eines Gewitters erkennbar sind, sollte der Rückweg angetreten oder die nächstgelegene Schutzhütte aufgesucht werden.

So verhält man sich bei einem Gewitter im Gebirge

Gerät man dennoch in ein Gewitter, ist besonnenes Handeln entscheidend.

Wichtige Verhaltensregeln:

  • Ruhe bewahren – Panik erhöht die Absturzgefahr.
  • Gipfel, ausgesetzte Grate, nasse Rinnen und eisengesicherte Klettersteige umgehend verlassen.
  • Abstand zu einzeln stehenden Bäumen halten.
  • Im Ernstfall mit angezogenen Beinen auf einer isolierenden Unterlage wie einem Rucksack oder Seil sitzen. Jede Person sollte einzeln sitzen oder mit geschlossenen Beinen stehen und andere nicht berühren.
  • Den Waldrand möglichst meiden. Sicherer ist es, im Inneren des Waldes das Ende des Gewitters abzuwarten.
  • Höhlen oder Grotten bieten nur dann Schutz, wenn ausreichend Abstand zur Außenkante eingehalten werden kann und genügend Kopf- sowie Rückenfreiheit vorhanden ist.

Gerade im alpinen Gelände gilt: Wer Wetterentwicklungen ernst nimmt und rechtzeitig umkehrt, erhöht seine Sicherheit erheblich. Ein Gipfel kann warten – die eigene Gesundheit nicht.

(Quelle: Sicheres Vorarlberg)

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