Im Whirlpool eingesaugt: Bub (12) stirbt im Urlaub
Drama im Spa-Bereich eines Hotels
Ein Osterurlaub in Italien hat für eine Familie ein tragisches Ende genommen. Der 12-jährige Bub verunglückte am Ostersonntag im Spa-Bereich eines Hotels in Pennabilli bei Rimini. Laut italienischen Medien hielt sich die Familie dort zur Erholung auf, als es gegen 10.30 Uhr zu dem folgenschweren Zwischenfall kam.
Bein im Filtersystem eingeklemmt
Nach bisherigen Erkenntnissen geriet das Bein des Kindes in einen Filterauslass des Whirlpools. Während die Hydromassagefunktion in Betrieb war, dürfte ein starker Sog entstanden sein, der den Jungen unter Wasser zog. Berichten zufolge war das Kind mehrere Minuten lang unter Wasser gefangen.
Erst nachdem Hotelmitarbeiter die Stromversorgung der Anlage unterbrochen hatten, konnte der Bub befreit werden.
Reanimation zunächst erfolgreich
Rettungskräfte fanden den 12-Jährigen in kritischem Zustand vor. Es gelang ihnen, den Kreislauf wiederherzustellen. Anschließend wurde das Kind mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht und intensivmedizinisch versorgt.
Trotz aller Bemühungen verschlechterte sich der Zustand weiter. Einige Tage nach dem Unfall wurde der Hirntod festgestellt.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Zunächst stand der Verdacht der fahrlässigen Tötung im Raum, inzwischen wird laut Berichten wegen eines schwereren Delikts ermittelt. Mehrere Zeugen wurden bereits einvernommen.
Im Fokus steht insbesondere die technische Ausstattung des Whirlpools. Demnach könnten Schutzgitter an den Filteröffnungen gefehlt haben, die üblicherweise verhindern sollen, dass Badegäste durch den Sog erfasst werden. Ob und warum diese Vorrichtungen nicht vorhanden waren, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
(VOL.AT)