Impfen lassen? Krank zur Arbeit? So halten es Vorarlberger in der Grippesaison
"Mal so, mal so", meint Antonia aus Bregenz
Antonia Flachsenberg aus Bregenz überlegt, sich impfen zu lassen. "Ich bin Lehrerin, deswegen sollte ich mich wahrscheinlich bald drum kümmern", meinte sie. Sie erklärte, dass sie es mit dem Impfen in der Vergangenheit "mal so, mal so" gehalten habe, abhängig davon, ob sie einen Termin bekommen habe. "Eigentlich ist es, wenn man in der Schule arbeitet, schon besser, weil man ja doch sehr viel Kontakt mit anderen Menschen hat", merkte sie an.
Mit deutlichen Symptomen solle man lieber zu Hause bleiben, gab sie zu verstehen. "Da hat man selber und die anderen auch nichts davon", meinte die Lehrerin.
"Lasse mich auf gar keinen Fall impfen"
Tamara aus Bludesch lehnt die Grippeimpfung ab. "Nein, ich lasse mich auf gar keinen Fall impfen", betonte sie. Sie setzt in der Grippesaison auf "gesunde Ernährung und auf sich schauen". Sie setzt auf gesunde Ernährung und achtet darauf, "auf sich zu schauen". Krank zur Arbeit zu gehen, hält sie für falsch: "Das finde ich gar nicht gut. Krank sollte man zu Hause bleiben." Für sie ist ein Arztbesuch dann notwendig, wenn Fieber dazukommt.
"Ja, würde ich schon"
"Ja, würde ich schon", meinte Nils Bruns auf die Frage, ob er sich impfen lasse. Der Eichenberger ist im medizinischen Bereich tätig und sprach sich klar für die Grippeimpfung aus. "Vor allem für Risikogruppen", betonte er. Auch für Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten, mache es beispielsweise Sinn, erklärte er. Krank zur Arbeit gehen? "Kann man schon machen, je nachdem, wie halt die Symptome sind", so der Eichenberger. "Sicher wird man nie nur gesund zur Arbeit gehen oder vors Haus." Auch Abstandhalten oder das Tragen einer Maske seien in solchen Fällen sinnvoll, meinte er.
"Das mache ich jedes Jahr"
Steffi Wolf aus Bregenz lässt sich impfen, so auch heuer. "Grade gestern", meinte sie gegenüber VOL.AT. "Das mache ich jedes Jahr." Bei Krankheit wartet sie zunächst ab, bevor sie zum Arzt geht. "Nicht gleich am Anfang, eher ein bisschen warten", verdeutlichte sie. Sie zeigt Verständnis dafür, dass man sich vielleicht nicht immer gleich traue, zu Hause zu bleiben. "Als ich gearbeitet habe, habe ich es schon auch rausgeschoben und bin nicht zum Arzt gegangen", gab sie an. Sie sieht aber auch die Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz.
"Ich nehme es, wie es kommt"
Herbert Maier aus Lauterach erklärte: "Ich nehme es, wie es kommt." Er lasse sich nicht impfen, gab er im Gespräch mit VOL.AT an. "Wenn ich krank bin, gehe ich zum Arzt", so der Lauteracher. Er arbeite erstens mit Hausmitteln. "Zweitens vertraue ich auf mein Immunsystem." Was er dazu sagt, wenn jemand krank zur Arbeit erscheine: "Das sollte er nicht tun, weil er könnte die Kollegen anstecken."
"Ich lehne die Impfung ab"
Eine Bregenzerin, die lieber anonym bleiben wollte, vertraut nach eigener Aussage auf einen "ganzheitlichen Gesundheitsansatz mit gesunder Ernährung und dem Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele". Sie lehnt die Impfung eher ab und sieht Krankheiten auch als Signale des Körpers mit Sinn: "Man sollte sich selbst auch so viel wert sein und darauf hören, was der Körper einem sagen will." Krank zur Arbeit zu gehen, sieht sie aufgrund der Ansteckungsgefahr sehr kritisch.
"Wir sind beide geimpft"
Drei Befragte, darunter zwei aus Deutschland, setzen auf unterschiedliche Ansätze, um durch die Grippesaison zu kommen. Claudia und Gerlinde aus Lindau sind geimpft und meinten, bei Symptomen wie Gliederschmerzen solle man sich auskurieren. "Geht gar nicht", erklärte Claudia. Man müsse aber auch abwägen, meinte Gerlinde: "Mit einem Schnupfen würde ich noch zur Arbeit gehen."
"Nein, das brauche ich nicht"
Ursula, ebenfalls aus Deutschland, setzt in der Grippesaison auf Hausmittel wie Oxymel (Anmerkung der Redaktion: traditionelles Heilmittel aus Honig und Essig) und Knoblauch zur Vorbeugung. Für eine Grippeimpfung sieht sie bei sich selbst keine Notwendigkeit. "Nein, das brauche ich nicht", war sie sich sicher.
(VOL.AT)