Infrastrukturgipfel für Vorarlberg stellt 1,1 Mrd. Euro in Aussicht
Dieses von den beiden Politikern als Novum bezeichnete Treffen diente der Abstimmung von rund 1,1 Milliarden Euro an Investitionen, die bis 2031 in Straße und Schiene in Vorarlberg umgesetzt werden sollen.
Allein im laufenden Jahr würden die Asfinag 92 und die ÖBB 64 Millionen Euro in verschiedene Projekte investieren, so die beiden Vorstände in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Als Ort wurde bewusst das ÖBB-Güterterminal gewählt, das als Logistikzentrum für die Vorarlberger Wirtschaft dient, zugleich an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Ein dritter Portalkran sei bereits bestellt, so Matthä, mittelfristig werde das Terminal seine Kapazität um 76 Prozent auf 454.000 Tonnen pro Jahr steigern können.
Wallner: Rahmenprojekte dringlich
Landeshauptmann Wallner betonte die Bedeutung des größten Betriebsgebietes des Landes und die Dringlichkeit von Rahmenprojekten, wie vor allem des Vollausbaus des benachbarten Anschlusses Wolfurt-Lauterach der A 14. "Es ist an der Zeit", so Verkehrsminister Hanke, der eine rasche Entscheidung in Aussicht stellte. Sowohl bei diesem Anliegen als auch bei der Schnellstraßenverbindung S 18 in die Schweiz kritisierten er und Wallner, zum Teil heftig, die Politik des vormals grünen Verkehrsministeriums, "die Verkehrsträger gegeneinander auszuspielen" (Wallner), ohne die damalige Ministerin Leonore Gewessler beim Namen zu nennen. Hanke ist bereits der 18. für die S 18 zuständige Minister, zeigte sich dennoch betont optimistisch: Bis Ende des zweiten Quartals wolle sein Ministerium über die nun "intensiv" vorangetriebenen Grundlagenerhebungen für das UVP-Einreichprojekt entscheiden.
Ähnliche Infrastrukturgipfel in dieser Zusammensetzung wie in Vorarlberg und zuvor in Salzburg plant Hanke auch für die anderen Bundesländer, erklärte er auf Nachfrage der APA.
(APA)