Insolvenzverfahren eröffnet – Frastanzer Traditionsfirma vor Sanierung
Ende November 2025 wurde über Gläubigerantrag der ÖGK am Landesgericht Feldkirch ein Konkursverfahren über die Farben-Krista GmbH & Co KG in Frastanz eröffnet. Die Verfahrenseröffnung sorgte in Wirtschaftskreisen auch insofern für Aufsehen, als dass es sich beim geschäftsführenden Gesellschafter Alexander Krista um den WKV-Landesinnungsmeister der Maler und Tapezierer handelt.
Jetzt gibt es allerdings Hoffnung für das insolvente Unternehmen. Denn aus der Insolvenzdatei geht hervor, dass das Unternehmen fortgeführt werden soll. Wie Nathaniel Heinritz, der Leiter des KSV1870 Vorarlberg, auf wpa-Anfrage erklärte, beabsichtige der Schuldner die Einbringung eines Sanierungsplanes mit einer 20-prozentigen Quote binnen zwei Jahren. Das wäre in dem Fall ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung.
1,6 Millionen Euro anerkannte Forderungen
Nach Angaben von Heinritz habe Masseverwalterin Eva-Maria Müller in der jüngsten Tagsatzung von angemeldeten und anerkannten Forderungen von mittlerweile etwas mehr als 1,6 Millionen Euro berichtet. Es seien an die 40 Gläubiger - inklusive etwa 13 Dienstnehmende - von dem Verfahren betroffen.
Sanierungsplan muss erst angenommen werden
"Die Betriebsergebnisse sind derzeit positiv. Aus heutiger Sicht spricht also nichts gegen eine mögliche Fortführung", so Nathaniel. Entscheidend sei allerdings, dass der Sanierungsplan mit der 20-prozentigen Quote von den Gläubigern auch angenommen werde. "Das wird sich in der kommenden Sanierungsplantagsatzung zeigen." Jedenfalls verfüge das insolvente Unternehmen selbst über keine Liegenschaften. Ob anderwärtige Besicherungen vorliegen, sei derzeit noch nicht bekannt.
(wpa/gübi)