Es riecht nach Holz, in der Luft liegt konzentrierte Ruhe und immer wieder Gelächter. In der Werkstatt des Flüchtlingshauses „Abraham“ in Feldkirch-Gisingen arbeiten an diesem Nachmittag rund 20 Menschen Seite an Seite. Gesägt wird, geschliffen, geschraubt. Am Ende steht bei jedem ein eigenes Möbelstück: ein Hocker, ein kleines Regal oder ein Beistelltisch – selbst gebaut, selbst gestaltet.
„Jeder baut sein eigenes Regal. Toll, dass unsere Klient*innen dieses sogar mitnehmen dürfen“, sagt Laura Proell von der Caritas. „Neben dem Möbelstück ist für mich zentral, dass sie aus ihrem herausfordernden Alltag ausbrechen durften, neue Fähigkeiten entdecken und eine gute Zeit verbringen.“
Proell koordiniert die Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe. Brücken zwischen Menschen zu bauen, sei ein zentrales Ziel ihrer Arbeit. „Ich bin dankbar, dass Hilti uns dabei unterstützt.“
CSR mit Wirkung im Rheintal
Organisiert wurde der Workshop gemeinsam mit der Eventagentur facts marketing. Für Projektmanagerin Daniela Kayßer ist das Konzept klar: „CSR steht für Corporate Social Responsibility – also Veranstaltungen, die einen positiven Beitrag für Mensch, Gesellschaft und Umwelt leisten.“
Solche Einsätze seien mehr als ein Imagefaktor. „Ich finde es großartig, wenn Firmen der Gesellschaft etwas zurückgeben möchten und so einen positiven Wandel gestalten. Die Mitarbeitenden erleben einen Perspektivwechsel – und ganz nebenbei stärkt das auch den Teamgeist.“
Verständigung ohne viele Worte
Schon beim gemeinsamen Mittagessen wurde deutlich, worum es an diesem Tag geht: Offenheit. Sprachbarrieren spielen eine untergeordnete Rolle. Hände zeigen, was Worte nicht können. Es wird vorgemacht, nachgemacht, gemeinsam gelacht.
Zouweibou Wahabo, geboren in Benin, hält am Ende stolz sein fertiges Werkstück in den Händen. Seinen Namen hat er in das Holz eingraviert. „Ich freue mich sehr darüber. Es erinnert mich an diesen Tag und daran, dass wir das gemeinsam gemacht haben.“ Auch Abdi Rizak aus Somalia hebt die Zusammenarbeit hervor: „Wir haben uns gegenseitig geholfen. Das war schön.“
Perspektivenwechsel für Mitarbeitende
Für die Mitarbeitenden der Hilti AG ist der Tag ebenfalls besonders. Abseits des gewohnten Arbeitsumfelds entstehen neue Eindrücke. „Es gibt mir das Gefühl, dass ich einen positiven Beitrag leisten kann“, sagt Produktmanager Matthias Winter. „Normalerweise sind wir in sehr spezifischen Themen unterwegs – hier erlebe ich hautnah die Lebenswelt anderer Menschen.“
Sein Kollege Herbert Mayer bringt es so auf den Punkt: „Dies war kein ‚normaler‘ Freiwilligentag. Es war ein Tag voller Begegnungen, Teamwork, Musik und unglaublich guter Stimmung – dieses Erlebnis wird noch lange nachhallen.“ Am Ende bleiben nicht nur fertige Möbelstücke. Sondern Begegnungen, die verbinden.
(VOL.AT)