Bei Buchs ist erstmals ein Japankäfer nachgewiesen worden. Ob es sich um einen Einzelfund oder einen grösseren Befall handelt, wird derzeit untersucht.
Schädling bereits in Vorarlberg nachgewiesen
Ende Juli 2025 war in Hörbranz erstmals ein Japankäfer in Österreich entdeckt worden. Seither wurden bei Fallenkontrollen vier weitere Exemplare an drei Standorten nachgewiesen. Alle Funde lagen im Umkreis von weniger als einem Kilometer rund um den ersten Fundort.
Der Japankäfer gilt als invasiver Quarantäneschädling und ist auch in Österreich meldepflichtig. Er kann erhebliche Schäden an Kulturpflanzen, Wiesen und Grünflächen verursachen. Die ausgewachsenen Käfer fressen Blätter, Blüten und Früchte, während die Larven Graswurzeln befallen und dadurch Wiesen und Rasenflächen schädigen.
Erster Nachweis im Kanton St. Gallen
Nun wurde bei Buchs erstmals ein Japankäfer im Kanton St. Gallen nachgewiesen. Damit wurde der Schädling erstmals in unmittelbarer Nähe zur Vorarlberger und liechtensteinischen Grenze festgestellt. Ob es sich um einen Einzelfund oder um einen grösseren Befall handelt, ist derzeit noch unklar.
Um die Lage zu beurteilen, werden in den kommenden Tagen im Umkreis von drei Kilometern Fallen aufgestellt. Aufgrund der Grenznähe sind auch die Fachleute des liechtensteinischen Amtes für Umwelt in die Abklärungen eingebunden.
Vorarlberg überwacht die Ausbreitung
In Vorarlberg wird der Japankäfer bereits intensiv überwacht. Das Land hat entlang wichtiger Verkehrsachsen und in gefährdeten Gebieten 20 Pheromonfallen aufgestellt. Da sich die Käfer häufig als sogenannte "blinde Passagiere" über Fahrzeuge ausbreiten, befinden sich die Fallen vor allem entlang von Transitrouten sowie in der Nähe von Grünflächen, Sportplätzen, Maisfeldern und Obstanlagen.
Wer einen Japankäfer entdeckt, sollte den Fund dem Amtlichen Pflanzenschutzdienst des Landes Vorarlberg oder der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) melden.
(VOL.AT)