"Ist nicht gut ausgegangen": Wie hart Deutschland auf Vorarlberger Biker schaut
Die Alpenstraße bei Sigmarszell im Landkreis Lindau gilt als beliebte Route für Motorradfahrer aus der Region und aus Vorarlberg. Genau dort hat die deutsche Polizei zum Anfang der Saison gezielt kontrolliert. Einsatzkräfte überprüften Fahrzeuge entlang der Strecke Richtung Allgäu, VOL.AT war vor Ort und hat den Beamten über die Schulter geschaut und mit den Kontrollierten gesprochen.
Schwerpunkt auf Lärm und Geschwindigkeit
Im Fokus der Polizei stehen vor allem überhöhte Geschwindigkeit, technische Veränderungen und Lärmbelästigung. Wer gegen Vorschriften verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. "In allerletzter Konsequenz müssten die Herrschaften dann das Motorrad hier stehen lassen und gegebenenfalls würde man es mitnehmen und einem Gutachter vorführen."
Viele Vorarlberger unterwegs
Die Nähe zur Grenze macht die Strecke auch für Fahrer aus Österreich attraktiv. Genaue Zahlen nennt die Polizei nicht, bestätigt aber, dass viele Vorarlberger unterwegs sind. Auch Motorradfahrer Alexander Brunner aus Hörbranz kennt die Strecke gut: "Gerade in der Rohrachschlucht hast du ein paar gute Kurven, eine geile Strecke zum Fahren." Für ihn endet die Fahrt an der Kontrollstelle. "Ich bin, glaube ich, ein bisschen zu schnell gefahren", sagt er. Er habe ein neues Bauteil getestet – "ist nicht so gut für mich ausgegangen". Wie hoch die Strafe ausfällt, war zunächst unklar.
Kontrollen ungewohnt streng
Massimo Aurelio Monderna und Kira van de Brink aus Lauterach geraten an diesem Tag erstmals in Deutschland in eine Kontrolle. "In Vorarlberg wurden wir jetzt schon oft kontrolliert, in Deutschland nicht. Das ist jetzt das erste Mal gewesen." Ihr Eindruck: "Hier kontrollieren sie alles." Gleichzeitig zeigen sie sich zufrieden mit dem Ablauf: "Die Kollegen sind sehr freundlich und machen einen guten Job."
(VOL.AT)