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Istanbul droht eine Katastrophe historischen Ausmaßes – Experten schlagen Alarm

Risiko für Mega-Erdbeben vor Istanbul steigt
Risiko für Mega-Erdbeben vor Istanbul steigt ©CANVA
Die Erdbebengefahr für Istanbul hat sich laut einer aktuellen Analyse des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) deutlich verschärft.

Das Forscherteam untersuchte seismische Daten der letzten zwanzig Jahre und sieht Anzeichen für ein besonders kritisches Szenario: Direkt vor der Millionenstadt liegt ein Abschnitt der Marmara-Verwerfung, in dem sich Erdplatten ineinander verhakt haben.

Die Marmara-Region zählt zu den seismisch aktivsten Zonen Europas. Bereits im April dieses Jahres kam es dort zu einem Beben der Stärke 6,2 – das stärkste seit über sechs Jahrzehnten in der Region. Damals wurden laut Behördenangaben 359 Menschen verletzt und knapp 3000 Gebäude beschädigt. Das GFZ kommt nun zu dem Schluss, dass dieses Beben nur geringe Entlastung gebracht habe.

Verhakter Abschnitt vor Istanbul

Besonders besorgniserregend ist laut Studie ein vollständig blockierter Abschnitt der Verwerfung südlich von Istanbul. In diesem Bereich habe sich eine große Menge tektonischer Energie angestaut. Laut GFZ könnte dort jederzeit ein starkes Erdbeben auftreten – möglicherweise mit einer Magnitude von 7 oder mehr.

Im schlimmsten Fall rechnen die Autoren der Studie mit schweren Schäden und Tausenden Todesopfern. Das letzte große Beben dieser Größenordnung in der Region liegt rund 260 Jahre zurück.

Echtzeitüberwachung gefordert

Die Forschenden fordern daher ein besseres Echtzeitmonitoring der Zone. Durch moderne Sensorik und Frühwarnsysteme könne wertvolle Zeit gewonnen werden, um Schutzmaßnahmen einzuleiten. Ziel sei es, bei einem drohenden Beben innerhalb von Sekunden oder Minuten reagieren zu können.

Das seismische Risiko in der Region wird als das höchste in ganz Europa bewertet. Sollte sich die Energie in einem einzigen Beben entladen, wäre Istanbul mit seinen über 16 Millionen Einwohnern direkt betroffen.

(VOL.AT)

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